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Beurteilung zur Arbeiterpartei Kurdistans PKK

Beurteilung zur Arbeiterpartei Kurdistans PKK

von Hans-Ulrich Helfer

Von der ideologischen Bewegung zur transnationalen kriminellen Organisation

Am 27. November 1978 wurde die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) offiziell gegründet. Die Führung unterschied gleich zu Beginn zwischen Aktivitäten in Kurdistan und politischer Arbeit ausserhalb der Türkei, zum Beispiel in Westeuropa. Während es in den Jahren 1979 bis 1980 in Kurdistan allmählich zu einem Bürgerkrieg kam, baute die PKK im Ausland rege Kontakte zu internationalen Terrororganisationen auf und sandte beispielsweise Mitglieder in Ausbildungslager nach Kuba. Nach der 1. Konferenz der PKK im Jahre 1981 begann diese nach den Leitlinien Lenins mit dem Aufbau eines internationalen Propagandaapparates, der in Westeuropa zum wichtigsten Bein der PKK wurde und in den letzten Jahren tatsächlich allmählich zu einem Meinungsumschwung zu Lasten der türkischen Regierung führte.

Die PKK gründete am 15. August 1984 die Befreiungseinheit Kurdistans (HRK) (Hezen Rizgariya Kurdistan) mit dem Ziel, den Kampf auch bewaffnet zu führen. In einem Papier vom Gründungstag heisst es, dass die HRK beabsichtigt, den Kampf unter der Avantgarde der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), gegen den Imperialismus, den faschistischen türkischen Kolonialismus und dessen einheimischen Handlangern für die nationale Unabhängigkeit, eine demokratische Gesellschaft, Freiheit und Einheit bewaffnet zu führen. Nur ein halbes Jahr danach, genau am 21. März 1985, rief die PKK ihren weltweit aktiven Propagandaapparat Nationale Befreiungsfront Kurdistans (ERNK) (Eniya Rizgariya Netewa Kurdistan) ins Leben.

Der ideologische Kampf

Als kurdische Bewegung entstanden anfangs der Siebzigerjahre infolge der Probleme in Zentral- und Nordwest-Kurdistan verschiedene Gruppen, die sich vorwiegend gegen die türkische Regierung richteten. Ab etwa 1975 kam es innerhalb dieser Gruppen zu heftigen Streitigkeiten, wovon sich insbesondere eine marxistisch-leninistische Gruppe hervorhob, die sich als Vertreter der Arbeiter bezeichnete. Oft waren die Auseinandersetzungen unter den kurdischen Organisationen grösser, als die jeweiligen Bemühungen gegen die türkische Regierung. Den Marxisten-Leninisten gelang es dann tatsächlich auch demokratisch-orientierte Gruppen zu eliminieren. Die Jahre 1973 bis 1978 werden daher von der heutigen PKK selber auch als die Jahre des ‘ideologischen Kampfes’ bezeichnet.

Der politische Kampf

Am 27. November 1978 wurde die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) offiziell gegründet. Die Führung unterschied gleich zu Beginn zwischen Aktivitäten in Kurdistan und politischer Arbeit ausserhalb der Türkei, zum Beispiel in Westeuropa. Während es in den Jahren 1979 bis 1980 in Kurdistan allmählich zu einem Bürgerkrieg kam, baute die PKK im Ausland rege Kontakte zu internationalen Terrororganisationen auf und sandte beispielsweise Mitglieder in Ausbildungslager nach Kuba. Nach der I. Konferenz der PKK im Jahre 1981 begann diese nach den Leitlinien Lenins mit dem Aufbau eines internationalen Propagandaapparates, der in Westeuropa zum wichtigsten Bein der PKK wurde und in den letzten Jahren tatsächlich zu einem allmählich Meinungsumschwung zu Lasten der türkischen Regierung führte.

Der bewaffnete Kampf

Die PKK gründete am 15. August 1984 die Befreiungseinheit Kurdistans (HRK) (Hezen Rizgariya Kurdistan) mit dem Ziel, den Kampf auch bewaffnet zu führen. In einem Papier vom Gründungstag heisst es, dass die HRK beabsichtigt, den Kampf unter der Avantgarde der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), gegen den Imperialismus, den faschistischen türkischen Kolonialismus und dessen einheimischen Handlangern für die nationale Unabhängigkeit, eine demokratische Gesellschaft, Freiheit und Einheit bewaffnet zuführen. Nur ein halbes Jahr danach, genau am 21. März 1985, rief die PKK ihren weltweit aktiven Propagandaapparat Nationale Befreiungsfront Kurdistans (ERNK) (Eniya Rizgariya Netewa Kurdistan) ins Leben. Noch heute sind in der Schweiz alle wichtigen Flugblätter mit dem Kürzel ERNK unterzeichnet.

Die PKK hat in den letzten drei Jahren einige tausend Personen getötet. Unter dem Motto des Führers Abdullah Öcalan: ‘Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!’ wurden Nichtkurden genauso wie Nicht-PKK-Kurden in der Türkei und in Westeuropa angegriffen. Die PKK hat mehrfach europäische und amerikanische Bürger entführt und als Geiseln festgehalten. Sie hat westeuropäische Touristenhotels in der Türkei mit Bomben angegriffen und Feriengäste verletzt und in Angst und Schrecken versetzt. Die PKK agiert auch in Deutschland und der Schweiz mit vielfältigen Gewaltaktionen, die sich alle gegen das demokratische Verständnis richten. Die vom linken Medienfilz gepriesene ‘Befreiungsbewegung’ PKK war in den Achtzigerjahren nichts anderes als eine internationale Terrororganisation, ohne je die Mehrheit der kurdischen Bevölkerung hinter sich zu haben.

Transnationale kriminelle Organisation

Die PKK betreibt seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion jedoch nicht nur einen extrem gewalttätigen Terrorismus, sondern bearbeitet von Jahr zu Jahr immer mehr auch verschiedene Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität (OK). So verkauft die PKK auf dem europäischen Markt Drogen, treibt Schutzgelder ein und geht dem organisierten Einbruchdiebstahl nach. Wichtige Drogenwege für Opium und Heroin von Afghanistan, Pakistan und Iran führen durch kurdisches Gebiet. Dafür verlangt die PKK von den internationalen Mafiaorganisationen Transportzölle und garantiert damit bewaffneten Schutz vor den türkischen Sicherheitsbehörden. Der 44jährige Behecet Cantürk wurde am 14. Januar 1994 in der Nähe von Istanbul ermordet. Er war einer der wichtigsten Vertreter der Organisierten Kriminalität (Mafia) in der Türkei. Cantürk verfügte über vielfältige Beziehungen zu verschiedenen internationale Mafiaorganisationen und war einer der wichtigen Hintermänner des internationalen Drogenhandels der PKK. Auch die von der PKK dominierte und einzige prokurdische Tageszeitung Özgür Gündem wurde hauptsächlich vom Mafiachef Cantürk finanziert.

Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ist eine orthodox-kommunistische Partei, die sich auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in wesentlichen Punkten auf die Lehren von Lenin abstützt. Die PKK hat sich jedoch in den letzten Jahren von der ideologischen Bewegung über eine international agierende Terrororganisation zur transnationalen kriminellen Vereinigung gewandelt.

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© SiLine, 15. Februar 1999

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