Éditoriaux Défense Sécurité Terrorisme Zones de conflits Logistique Livres de référence Liens
Terre Air Mer Gendarmerie Renseignement Infoguerre Cyber Recherche

Die Antwort der NATO auf Terrorismus

Die Antwort der NATO auf Terrorismus

Quelle: Ständige Vertrtung der Bundesrepublik Deutschland bei der Nordatlantikpakt Organisation. Brüssel, den 7. Dezember 2001. (Vorlaüfige nichtamtliche Übersetzung).

1. Die terroristischen Angriffe vom 11. September waren ein Verbrechen gegen die ganze Welt. Wir antworten hierauf, indem wir die für diese Verbrechen Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und sie daran hindern, in Zukunft unschuldige Menschen zu töten.

2. Der Terrorismus bedroht das Leben unserer Bürger sowie ihre Menschenrechte und bürgerlichen Freiheiten. Er gefährdet auch die Entwicklung und Funktionsweise demokratischer Institutionen, die territoriale Integrität von Staaten, ihre friedlichen Beziehungen sowie internationalen Frieden und Sicherheit. Für Terrorakte gibt es keinerlei Rechtfertigung. Wir lehnen den Terrorismus kategorisch ab und verurteilen ihn mit Entschiedenheit in all seinen Erscheinungsformen. Wir, die 19 Bündnispartner der NATO, sind entschlossen, diese Geißel der Menschheit zu bekämpfen. Dies erfordert unsere Sicherheit ohne jeden Abstrich.

3. Wir halten die Ereignisse vom 11. September für einen bewaffneten Angriff nicht nur gegen einen Bündnispartner, sondern gegen uns alle und haben daher den Artikel 5 des Washingtoner Vertrags ausgerufen. Dementsprechend haben wir beschlossen, individuell und kollektiv die von den USA geführte laufende Militäroperation gegen die Terroristen, die die Verbrechen am 11. September verübt haben und gegen diejenigen, die ihnen Schutz bieten, zu unterstützen. Zum ersten Mal patrouillieren Überwachungsflugzeuge der NATO im amerikanischen Luftraum. Seestreitkräfte des Bündnisses sind ins östliche Mittelmeer verlegt worden, um der Solidarität und Entschlossenheit der NATO Ausdruck zu verleihen. Unsere Friedenstruppen auf dem Balkan sind mit der Unterstützung der Länder dieser Region tätig, um terroristische Gruppen daran zu hindern, auf dem Balkan und von dort aus ihre Operationen zu führen. Einzelne Bündnispartner haben Streitkräfte und andere Kräfte/Mittel für den Kampf gegen den Terrorismus und zum Einsatz bei humanitären Hilfsmaßnahmen angeboten. Wir werden die Vereinigten Staaten bei der von den USA geführten Operation gegen diese Terroristen unterstützen, bis die Operation ihre Ziele erreicht hat. Wir werden diese Unterstützung in Übereinstimmung mit unseren Entscheidungen und in voller Übereinstimmung mit allen unseren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und den relevanten Bestimmungen der Charta der Vereinten Nationen bereitstellen.

4. Unser Kampf richtet sich nicht gegen den Islam oder die unschuldigen Menschen in Afghanistan. Unsere Länder tragen dazu bei, der afghanischen Bevölkerung, die unter der Grausamkeit des Taliban-Regimes gelitten hat, humanitäre Hilfe zukommen zu lassen. Wie in der Resolution 1368 des VN-Sicherheitsrats erklärt, richtet sich unser Kampf, der Kampf der internationalen Gemeinschaft, gegen die Terroristen, ihre Netzwerke und gegen diejenigen, die ihnen Zuflucht gewähren.

5. Wir erneuern unsere Entschlossenheit, die Bedrohung durch den Terrorismus so lange wie erforderlich zu bekämpfen. In Übereinstimmung mit unseren Verpflichtungen aus dem Washingtoner Vertrag werden wir unsere nationalen und kollektiven Fähigkeiten weiter verstärken, um unsere Bevölkerung, unser Territorium und unsere Streitkräfte vor jedem bewaffneten Angriff, auch vor terroristischen Angriffen, zu schützen, die aus dem Ausland geführt werden. Wir tragen dieser Herausforderung in dem auf dem Washingtoner Gipfel angenommenen Strategischen Konzept Rechnung, in welchem wir klar zum Ausdruck gebracht haben, dass jeder bewaffnete Angriff auf das Territorium eines Bündnispartners, aus welcher Richtung auch immer, unter Artikel 5 des Washingtoner Vertrags fallen würde und in welchem wir den Terrorismus als eine Gefährdung der Sicherheitsinteressen der Allianz herausgestellt haben. Es ist von fundamentaler Wichtigkeit für unsere Sicherheit, dass wir uns dieser Herausforderung stellen.

6. Zur Erfüllung dieser entscheidenden Aufgabe, d.h. Schutz unserer Bevölkerung, unseres Territoriums und unserer Streitkräfte, werden wir Mittel und Wege untersuchen, um die militärischen Fähigkeiten der Allianz entsprechend anzupassen und zu erweitern. Wir werden unsere Beziehungen zu anderen Staaten und internationalen Organisationen vertiefen, um Informationen miteinander auszutauschen und geeignete Aktionen im Rahmen der Zusammenarbeit effektiver durchzuführen. Unsere Länder arbeiten auch eng zusammen, um der Bedrohung zu begegnen, die von einem möglichen terroristischen Einsatz von Massenvernichtungswaffen ausgeht. Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung können einen essentiellen Beitrag zum Kampf gegen den Terrorismus leisten. Wir werden unsere Fähigkeiten steigern, um nationale Stellen - auf entsprechendes Ersuchen - beim Schutz der Bevölkerung gegen die Auswirkungen terroristischer Angriffe unterstützen zu können. Wir werden ebenso die Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf diesem Gebiet erweitern und dabei die verschiedenen Vorschläge und Initiativen berücksichtigen.

7. Die Unterstützung durch die Länder des euro-atlantischen Partnerschaftsrats, durch den NATO-Russland-Rat sowie die NATO-Ukraine-Kommission und ihre Verurteilung der Angriffe vom 11. September waren zur Bildung der internationalen Koalition von entscheidender Bedeutung. Wir danken den Ländern in Zentralasien und im Kaukasus für ihre mutige Unterstützung des Kampfes. Wir begrüßen die unmissverständliche Haltung unserer Partner am Mittelmeerdialog, die diese Angriffe uneingeschränkt verurteilt haben. Wir bekräftigen unsere Bereitschaft, wo erforderlich und im Rahmen unserer Fähigkeiten, individuell oder kollektiv Bündnispartnern und anderen Staaten, die in Folge ihrer Unterstützung des Kampfes gegen den Terrorismus verstärkt terroristischen Bedrohungen ausgesetzt sind bzw. sein könnten, zur Seite zu stehen.

8. Seit den Angriffen vom 11. September bietet Russland den Bündnispartnern im Kampf gegen den Terrorismus substantielle und bedeutende Zusammenarbeit an. Diese Zusammenarbeit zeigt die neue Qualität der NATO-Russland-Beziehungen. Wir wollen diese Zusammenarbeit weiter ausbauen und die Beziehungen zwischen der NATO und Russland vertiefen, um den neuen Herausforderungen zu begegnen, vor die sich die gesamte euro-atlantischen Gemeinschaft gestellt sieht.

9. Wir unterstreichen, dass militärische Mittel allein nicht ausreichen, um den Terrorismus wirksam zu bekämpfen. Die Antwort hierauf muss vielschichtig und umfassend sein. Dazu unterstützen wir die Anstrengungen der Vereinten Nationen und ihre zentrale Rolle auf diesem Gebiet und verpflichten uns, die Resolution 1373 des VN-Sicherheitsrats uneingeschränkt zu implementieren. Wir unterstützen ebenso die Anstrengungen der Europäischen Union, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der G-8 sowie internationaler Finanzinstitute zur Terrorismusbekämpfung. Unserer Ansicht nach wird es von essentieller Bedeutung sein, in diesem vielschichtigen Kampf die Zusammenarbeit zwischen internationalen Organisationen, unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Aufgaben, weiter zu entwickeln. In diesem Zusammenhang sondieren die NATO und die Europäische Union Mittel und Wege zur Erweiterung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. Das heutige Treffen der Außenminister der NATO und der EU wird die Wichtigkeit der Beziehung zwischen den zwei Organisationen unterstreichen.

10. Wir werden für das Gipfeltreffen in Prag ein Maßnahmenpaket des Bündnisses schnüren, um unsere Fähigkeiten und das gemeinsame Engagement mit unseren Partnern zur Begegnung dieser Herausforderung zu verstärken.

 

Derniers articles

Verdun 2016 : La légende de la « tranchée des baïonnettes »
Eyes in the Dark: Navy Dive Helmet Display Emerges as Game-Changer
OIR Official: Captured Info Describes ISIL Operations in Manbij
Cyber, Space, Middle East Join Nuclear Triad Topics at Deterrence Meeting
Carter Opens Second DoD Innovation Hub in Boston
Triomphe de St-Cyr : le Vietnam sur les rangs
Dwight D. Eisenhower Conducts First OIR Missions from Arabian Gulf
L’amiral Prazuck prend la manœuvre de la Marine
Airmen Practice Rescuing Downed Pilots in Pacific Thunder 16-2
On ne lutte pas contre les moustiques avec une Kalachnikov...
Enemy Mine: Underwater Drones Hunt Buried Targets, Save Lives
Daesh Publications Are Translated Into Eleven Languages
Opération Chammal : 10 000 heures de vol en opération pour les Mirage 2000 basés en Jordanie
Le Drian : Daech : une réponse à plusieurs niveaux
Carter: Defense Ministers Agree on Next Steps in Counter-ISIL Fight
Carter Convenes Counter-ISIL Coalition Meeting at Andrews
Carter Welcomes France’s Increased Counter-ISIL Support
100-Plus Aircraft Fly in for Exercise Red Flag 16-3
Growlers Soar With B-1s Around Ellsworth AFB
A-10s Deploy to Slovakia for Cross-Border Training
We Don’t Fight Against Mosquitoes With a Kalashnikov
Bug-Hunting Computers to Compete in DARPA Cyber Grand Challenge
Chiefs of US and Chinese Navies Agree on Need for Cooperation
DoD Cyber Strategy Defines How Officials Discern Cyber Incidents from Armed Attacks
Vice Adm. Tighe Takes Charge of Information Warfare, Naval Intelligence
Truman Strike Group Completes Eight-Month Deployment
KC-46 Completes Milestone by Refueling Fighter Jet, Cargo Plane
Air Dominance and the Critical Role of Fifth Generation Fighters
Une nation est une âme
The Challenges of Ungoverned Spaces
Carter Salutes Iraqi Forces, Announces 560 U.S. Troops to Deploy to Iraq
Obama: U.S. Commitment to European Security is Unwavering in Pivotal Time for NATO
International Court to Decide Sovereignty Issue in South China Sea
La SPA 75 est centenaire !
U.S. to Deploy THAAD Missile Battery to South Korea
Maintien en condition des matériels : reprendre l’initiative
La veste « léopard », premier uniforme militaire de camouflage
Océan Indien 2016 : Opérations & Coopération
Truman Transits Strait of Gibraltar
Navy Unveils National Museum of the American Sailor
New Navy, Old Tar
Marcel Dassault parrain de la nouvelle promotion d’officiers de l’École de l’Air
RIMPAC 2016 : Ravitaillement à la mer pour le Prairial avant l’arrivée à Hawaii
Bataille de la Somme, l’oubliée
U.S., Iceland Sign Security Cooperation Agreement
Cléopatra : la frégate Jean Bart entre dans l’histoire du BPC Gamal Abdel Nasser
Surveiller l’espace maritime français aussi par satellite
America's Navy-Marine Corps Team Fuse for RIMPAC 2016
Stratégie France : Plaidoyer pour une véritable coopération franco-allemande
La lumière du Droit rayonne au bout du chemin





Directeur de la publication : Joël-François Dumont
Comité de rédaction : Jacques de Lestapis, Hugues Dumont, François de Vries (Bruxelles), Hans-Ulrich Helfer (Suisse), Michael Hellerforth (Allemagne).
Comité militaire : VAE Guy Labouérie (†), GAA François Mermet (2S), CF Patrice Théry (Asie).

Contact