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Das deutsch-französische Offizieranwärter-Austauschprogramm

 

Das deutsch-französische Offizieranwärter-Austauschprogramm

Quelle: Französische Botschaft. Bonn, den 2.6.1998.

Weitere Informationen für französische Interessenten erteilt die Direction du Personnel Militaire de la Marine, P.M.1 / REC, 2 rue Royale, F - 75008 PARIS,Tel : 01 42 92 13 93, Fax : 01 42 92 11 57.

1993 riefen die Deutsche Marine und die französische Marine Nationale im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses ein Austauschprogramm zur Ausbildung von Marineoffizieren ins Leben. Pro Jahr erhalten ein bzw. zwei deutsche und französische Offiziersanwärter die Möglichkeit, im jeweils anderen Land zum Offizier ausgebildet zu werden. Sowohl für Deutschland als auch für Frankreich stellen diese Offiziere mit ihrer sehr guten Kenntnis der Marine des Nachbarlandes einen großen Pluspunkt dar, und die Teilnehmer des Programms selbst können mit einem äußerst interessanten Abschnitt in ihrer Laufbahn aufwarten.

Die Ausbildung deutscher Offiziersanwärter in der französischen Marine Nationale:

Offizieranwärter der deutschen Marine müssen, um an dem Austauschprogramm teilnehmen zu können, im Leistungskurs Mathematik eine bessere Note als „befriedigend" erreicht haben und fundierte Kenntnisse in der französischen Sprache nachweisen. Die Auswahl der für das Programm in Frage kommenden Teilnehmer wird bei der Offiziersbewerberprüfzentrale (O.P.Z.) in Köln vorgenommen.

Nach der Einstellung zum 01. Juli des Jahres wird eine zweimonatige Grundausbildung an der Marineunteroffizierschule in Plön durchlaufen. Der darauffolgende Ausbildungsgang in Frankreich dauert insgesamt fünfeinhalb Jahre und beginnt mit dem Besuch einer zweijährigen sogenannten Classe préparatoire am Lycée Naval in Brest; anschließend nimmt der Teilnehmer an einem "Concours" teil, d.h. einer Art Vorbereitungskurs zur Aufnahmeprüfung für die Ecole Navale. Danach folgt ein vierwöchiger Lehrgang an der deutschen Offizierschule der Marine in Mürwik. Dieser Lehrgang ist, zusammen mit der Zulassung zur Ecole Navale, Voraussetzung für die deutsche Offizierslaufbahn bzw. die Beförderung zum Leutnant zur See. Es folgt ein ca. zweijähriges Studium an der Ecole Navale in Brest mit dem Abschluß als „Ingénieur diplômé de l’Ecole Navale", ein gemäß dem Sekretariat der Kultusministerkonferenz mit dem Hochschuldiplom eines Diplomingenieurs z. B. der Elektrotechnik, Informatik, Signalverarbeitung oder Strömungslehre vergleichbarer und als gleichwertig anerkannter Studienabschluß. Nach dem Studium steht eine ca. fünfmonatige Ausbildungsreise auf einem französischen Schulschiff auf dem Programm, der ein dreimonatiger Ergänzungslehrgang am Centre d’Instruction Naval in Toulon folgt. Während der Ausbildung in Frankreich bleibt der Offiziersanwärter bzw. Offizier Bundeswehrsoldat, mit allen sich daraus ergebenden Rechten und Pflichten. Er unterliegt den deutschen Laufbahnvorschriften, trägt den entsprechenden deutschen Dienstgrad und erhält Bezüge, Zulagen, Reisekosten und sonstige Vergütungen gemäß den für ihn geltenden deutschen Bestimmungen.

Interessenten für diese herausfordernde und qualifizierte Ausbildung sollten sich bis spätestens Ende März schriftlich bei der Offizierbewerberprüfzentrale unter dem Stichwort „Deutsch-französischer Offiziersanwärter-Austausch" bewerben. Eine erste telefonische Kontaktaufnahme ist wünschenswert.

Weitere Informationen erteilt das Personalamt der Bundeswehr, Offizierbewerberprüfzentrale, Kölner Straße 262, 51140 Köln, Tel: (02203) 1 05 24 83, Fax: (02203) 1 05 19 70.

Die Ausbildung französischer Offiziersanwärter in Deutschland:

Franzosen, die sich für das Austauschprogramm interessieren, müssen die Erlangung der französischen Hochschulreife sowie fundierte deutsche Sprachkenntnisse vorweisen können und sich als Zeitsoldat bei der Marine Nationale verpflichten. Die sogenannten "E.F.E.N.A." (Etudiants Français de l'Ecole Nationale Allemande) durchlaufen dann zunächst eine 14-monatige Allgemeinausbildung an der Marineschule Mürwik, danach eine dreieinhalbjährige Ingenieurausbildung an der Universität der Bundeswehr in Hamburg oder München, je nach Fachrichtung. Das Studium, in dem wahlweise die Fächer Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau oder Luft- und Raumfahrttechnik belegt werden können, schließt mit einem in Frankreich anerkannten Diplom ab. Daraufhin kehren die Offiziere zu den Einheiten der französischen Marine Nationale zurück, wo sie ihre normale Laufbahn als Marineoffizier fortsetzen.

Als erster französischer Student hat nun Leutnant zur See DELEBECQUE dieses Ausbildungs-programm erfolgreich beendet. Im September 1998 wird er die Universität der Bundeswehr Hamburg mit dem Ingenieurdiplom im Fachgebiet Maschinenbau abschließen. Daraufhin schifft er im Oktober 1998 auf der „Jeanne d'Arc" für die Manöver 1998/1999 ein, bevor er auf seinen ersten Dienstposten versetzt wird.

 

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