Éditoriaux Défense Sécurité Terrorisme Zones de conflits Logistique Livres de référence Liens
Terre Air Mer Gendarmerie Renseignement Infoguerre Cyber Recherche

High-Tech Terrorismus der Zukunft (Teil 2)

High-Tech Terrorismus der Zukunft (Teil 2)

"SiTech-Kongreß" - Zukunft Sicherheit, Kongresszentrum Berlin, den 26.10.1999. Vortrag von Joël-François Dumont, Mitglied des Instituts des Hautes Etudes de Défense Nationale (IHEDN) und des "Centre d'études et de prospective stratégique" (CEPS) in Paris. [Anmerkung: der nachfolgende Text ist die aktualisierte, vervollständigte und erweiterte Version eines Artikels, der von der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hans-Seidel Stiftung e.V. im November 1996 in der Nr.351 der Zeitschrift Politische Studien veröffentlicht wurde.] Lesen Sie dazu zuvor Teil 1.

  • 5. Das Zeitalter des NRBC-Terrorismus

Welcome to the grave New World of terrorism - a world in which tradional notions of deterrence and counter-response no longer apply. Perpetrators may leave no postmark or return address - no tell-tale signs of a missile launch, no residue of TNT that can be traced to a construction site, no rental truck receipts leading to fool-hardy suspects. (28)

US Secretary of Defense, William S. Cohen: "Preparing for a grave New World", in The Washington Post, 26. Juli 1999.

Der Saringasanschlag von Tokyo (12 Tote, 5500 Verletzte) hat womöglich eine neue Phase des modernen Terrorismus eingeläutet. "Bisher die unterste Stufe gewaltsamer Konfrontation" scheint Terrorismus nun die Schwelle zur Kriegführung überschreiten zu wollen, "das kommende taktisch/operative Instrumentarium zur Krisen- und Konfliktbewältigung mit massenzerstörender Wirkung zu sein."(16) Bis zu dem Anschlag vom 20. März 1995, den Mitglieder der Aum-Sekte auf die Tokyoter U-Bahn verübten, waren "das Messer, die Axt, die Kalaschnikow und die Bombe die technischen Instrumente des Terrors..." (Ibid.)

Erste Anzeichen für eine solche Entwicklung sind jedoch schon in der Mitte der 80er Jahre zu finden, als die LTTE (Tamoul Tigers) drohte, in Sri Lanka biologische Waffen einzusetzen. (29) Und bei dem islamistischen Attentat auf das World Trade Center im Februar 1993 fanden Experten heraus, daß die Terroristen Zyanid dem benutzten Sprengstoff beigemischt hatten.

Ermittlungen gegen die Aum Shinrikyo Sekte, die dem Tokyoter Attentat folgten, ergaben Beängstigendes. Die Sekte hatte schon mindestens zehnmal zuvor erfolglos versucht, biologische Agenten in Aerosolform in der Atmosphäre zu zerstäuben. Einige Mitglieder der Sekte hatten 1992 in Zaïre versucht, Stämme des schrecklichen Ebola-Virus in ihren Besitz zu bringen. Und bis zur Festnahme ihrer Chefs hielten sich Sekten-Anhänger in Russland und in der Ukraine auf, um dort die Technologie des Lasers und das Problem der Uraniumbereicherung zu studieren - Schritte, die nötig sind auf dem Weg des Erlernens der Atomwaffen-Herstellung.

Am 29. April 1999, hatte der Stellvertretende Direktor des FBI, Dale Watson, (30) vor dem mit der Bewertung der Anti-Proliferations Politik beauftragtem Komitee des U.S. Senate Stellung zu nehmen. Watson zeigte unter anderem an, daß sein Sicherheitsdienst seit Anfang der 90er Jahre eine ganze Anzahl einheimischer rechts-extremistischer und zu Gewalttaten aufrufenden Gruppierungen überwacht. Die von diesen Gruppierungen ausgehende Gefahr der Benutzung chemischer oder biologischer Waffen wüchse stetig an. So sei 1997 ein gewisser Larry Wayne Harris, offiziell ehemaliger Militant der Aryan Nations, aufgrund der illegalen Beschaffung von Keimen der Beulenpest zu 18 Monaten Bewährung verurteilt worden. Die Art und Weise, wie leicht Harris sich die Keimkulturen überhaupt beschaffen konnte, lässt einjeden erschaudern: Harris gab sich als Mitarbeiter eines Forschungslabors aus und bestellte ganz einfach per Post die Pestkulturen bei einem spezialisierten Institut. Ein anderer Fall: im Sommer 1997 versuchten Anhänger der White Supremacists, gefährliche Virenkeime bei einem Attentat in der New Yorker Untergrundbahn einzusetzen. Und bedenklich ist auch der Fall jener extremistischen Gruppierung, die Attentate gegen den amerikanischen Staatsapparat und insbesondere seine Beamte angedroht hatte. (31) Der Plan war, Feuerzeuge mit Hilfe von Kaktusstacheln und HIV-infiziertem Blut zu tückischen Bio-Waffen auszubauen. Februar 1999 wurden Miglieder der Gruppierung zu 292 Monaten Haft verurteilt.

Der Präsident des amerikanischen Instituts Forecasting International Ltd. in Arlington, Virginia, Marvin J. Cetron, befürchtet, daß "die kommenden 15 Jahre das Zeitalter des Superterrorismus" werden (32). Er stützt diese These auf die Überlegung, daß der Terrorismus von morgen seiner Meinung nach wahrscheinlich nicht von politisch-ideologischen Motiven geleitet sein würde, sondern vielmehr auf ausgeprägtem ethnischen und religiösen Haß fußen würde. Dann - so seine Schlußfolgerung - wäre das terroristische Ziel nicht länger politische Kontrolle, sondern die völlige Zerstörung der von den Terroristen gewählten Feinde.

Die neue Terroristengeneration wird sich, wie bereits angesprochen, mit Kriminellen aus dem Milieu des organisierten Verbrechens zusammentun, Leuten also, deren Ziele die Maximierung ihres Gewinns bei gleichzeitiger Minimisierung des Verbrechensrisikos ist. (33) Um das zu erreichen, bedienen sich die Terroristen oft der Hilfe entweder mit Geld angeworbener oder eingeschüchterter Mitarbeiter von Regierungen und Verwaltungen. Ein Blick nach Italien oder Rußland zeigt, was ich meine. "Terrorismus ist nicht länger mehr nur das Motiv des Verbrechens, sondern vielmehr seine Methode". (25)

An diesem Punkt kommt die moderne Informationsgesellschaft mit ihren Medien ins Spiel. Terrorismus kann nur dann seinen Zielen näher kommen, wenn er wahrgenommen wird. In dem Weltdorf, zu dem sich unsere Erde entwickelt hat, sorgen dafür heutzutage fast zeitgleich die elektronischen Medien. Zu befürchten steht, daß die terroristische Wahl des Anschlagszieles und der einzusetzenden Mittel sich mehr und mehr daran orientieren wird, wie spektakulär die Aktion ausfallen wird.

Heute ist es für Terroristen, gleichgültig aus welchem Milieu, leichter denn je, sich sogar mit Kriegswaffen wie den FIM92A Stinger, SA-7 Grail (beides aus sowjetischen Beständen stammende Shoulder-Fired IR Guided Surface-to-Air Missiles) oder RPG-7 (raketen-angetriebene Granaten aus sowjetischen, chinesischen oder nordkoreanischen Beständen) auszurüsten. Ein Teil dieser Waffen kam schon vor Ende der 80er Jahre in den Umlauf, zu jener Zeit, als der kommunistische Block zahlreichen Ländern militärische Unterstützung gewährte, oder auch in Form von Kriegsbeute (z.B. während des Afghanistankrieges). Und seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist eine Vielzahl kleiner Staaten entstanden, in denen die überaus nachlässige Bewachung selbst biologischer, chemischer und sogar taktischer Nuklear-Waffen die größten Sorgen bereitet. Dazu kommen ehemalige staatliche Labors, Forschungs- und Fertigungs-einrichtungen, in denen die sehr schlechte wirtschaftliche und soziale Lage ihrer Angestellten immer wieder Menschen in Versuchung führt, waffenfähiges Material zu stehlen und in dunkle Kanäle zu verkaufen. Leider ist es heute möglich, Produktionsanlagen für Pflanzenschutzmittel (insbesondere Phosphorester als Insektizide) für die Herstellung von Nervengasen umzubauen.

Mindestens 25 Staaten sind heute im Besitz von NRBC (Nuklearen, Radiologischen, Biologischen, Chemischen) Massenvernichtungswaffen, oder auf dem Weg sie zu erwerben, biszuweilen zu entwickeln. Und, wie vom U.S. State Department in seinem am 30. April 1999 veröffentlichen jährlichen Bericht zur Entwicklung des globalen Terrorismus (Patterns of Global Terrorism) dargelegt, befinden sich darunter sechs der sieben Länder, die den internationalen Terrorismus mehr oder minder aktiv unterstützen: Iran, Iraq, Kuba, Libyen, Nordkorea und Syrien - das siebte genannte Land ist der Sudan, Plattform zwar so gefährlicher Gruppen wie der Hezbollah, Hamas, al-Qaida, PIJ oder ANO, aber von dem man nicht sicher ist, daß er heute wirklich NRBC-Waffen besitzt. Demzufolge ist unleugbar die Gefahr gegeben, daß NRBC-Waffen in die Hände auch von unhabhängigen Individuen oder Gruppen - fanatische Terroristen, religiöse Zeloten oder selbsternannte Propheten der Apocalypse - fallen. Es sollte zu denken geben, daß der Hezbollah und der Hamas sich bewiesenermassen Komponenten für chemische und biologische Waffen beschaffen konnten, oder daß in München, im September 1998, Mamdouh Mahmud Salim, einer der Offiziere Oussama Ben Ladens, bei dem Versuch, angereichertes Uranium zu kaufen, verhaftet wurde.

Nicht nur die Gefahr der Verbreitung von NRBC-Waffen, sondern auch die hochentwickelter potentieller Vektoren für eine NRBC-Attacke mit Massen-vernichtungseffekt bereitet Sicherheitsverantworlichen Kopfschmerzen. Im sogennanten "Vatikan" der Aum Shinrikyo Sekte hatte 1995 die japanische Polizei zwei Mini-Helikopter, offiziell dazu da, "um Dünger verbreiten zu können", gefunden. Zumindest in den vergangenen Jahren standen jedoch in Russland weit perfektionniertere Drohnen (Tupolev DBR1 Yastreb, Yakovlev Kolibri, Moskit...) ohne grosse Kontrolle zum Verkauf. Nun halte man sich vor Augen, was eine vor einigen Jahren vom U.S. Office of Technology Assessment ausgearbeitete Studie gezeigt hat. Mit Hilfe eines ganz normalen Kleinflugzeuges wäre es durchaus möglich, Anthraxsporen bei einem Nord/Süd-Flug über Washington D.C. zu verbreiten, ohne jegliche Aufmerksamkeit zu erwecken. Bei mässigem Wind könnte dies zu über 1 Million Tote führen. Zum Vergleich: die Verbreitung von Senfgas in Aerosolform würde "nur" 500 bis 5000 Leben kosten, je nach Windstärke und mit dem Nachteil, sofort sichtbarer Effekte (Übelkeit, Haut- und Augenbrennen, Bewustlosigkeit...).

Dem Problem der Proliferation von NRBC-Waffen und potentiellen Vektoren fügt sich noch - unter dem Aspekt der Möglichkeit eines von der Ferne aus gestarteten, biszuweilen geleiteten Terroraktes - ein weiteres hinzu: Intelligence ist heute allen zugänglich. Internet spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle, insbesondere im Zusammenhang auch mit der Entwicklung der angebotenen Dienstleistungen im Bereich zivile Satelliten. (34) So ist am 24. Dezember 1997 ein EarlyBird-I - ein Satellit mit Leistungen, die denen amerikanischer Spionagesatelliten nahe kommen - in die Erdumlaufbahn gebracht worden. Ein Website für die Kommerzialisierung der Satellitendienste wurde on-line eröffnet. Nun kann jederman auf der Welt per Internet Satellitenphotos für nur 500-1500 DM pro Stück ordern und auch on-line mit seiner Kreditkarte bezahlen. Dies eröffnet natürlich ganz neue Perspektiven für die Planung von terroristischen Attentaten.

Politisch motivierte Terroristen brauchen die Unterstützung eines Teiles der Öffentlichkeit: sie wollen neue Terroristen rekrutieren, brauchen Geld und logistische Unterstützung und wollen schließlich irgendwann die Macht übernehmen. Religiöse Fanatiker, oder von Rassenhaß geleitete Terroristen sind darauf nicht angewiesen. Ihnen reicht Zerstörung. Sollten dabei Unschuldige verletzt werden oder sterben, erschüttert das ihr Weltbild nicht. Gott wird schon dafür sorgen, daß diesen Opfern im Jenseits Gerechtigkeit zu Teil wird.

Der ethnisch-religiös motivierte Terrorist kann aus seinem Selbstverständnis heraus kaum Rücksichten auf Verluste nehmen, noch nicht einmal auf sich selbst. Er kämpft seiner Überzeugung nach gegen die Vernichtung seines Volkes durch seine Feinde in der Zukunft und für die Rache bereits getöteter Mitkämpfer. Das macht diese Terroristengruppe nahezu unberechenbar.

Nicht weniger gefährlich sind Terroristen, die Anschläge auf das Vertrauen der Bevölkerung in ihrem Staat vornehmen. Wie das Dollarbeispiel angedeutet hat, wären die Folgen einer Überschwemmung des Marktes mit Güteklasse "eins" Banknotenfälschungen auf längere Sicht wirtschaftlich zerstörerisch.

Ähnlich gefährlich sind alle Varianten der psychologischen Kriegführung, die sich zum Beispiel an den Börsen auswirken können, bis hin zu Währungsturbulenzen. Oder haben Sie schon einmal an die Auswirkungen auf die öffentliche Meinung gedacht, die die fortgesetzte, systematische Vergiftung von Lebensmitteln und Trinkwasser haben könnte? "Der schweizer Nestlé-Konzern hat mit dramatischen Umsatzeinbrüchen einen Vorgeschmack davon bekommen, als im Frühling des Jahres 1997 ein zu diesem Zeitpunkt bereits monatelang anhaltender Erpressungsversuch in Deutschland bekannt wurde. Erpresser hatten in mehreren Supermärkten auf das ganze Bundesgebiet verteilt Senf und Mayonnaise-Tuben der Nestlé-Handelsmarke Thomy mit Blausäuresalz (Zyanid) durch Injektionen vergiftet". Drei deutsche Supermarktketten hatten daraufhin zum Schutz ihrer Kunden vorübergehend sämtliche Thomy-Produkte aus den Regalen genommen. (35)

Schon das Bewustsein der Möglichkeit von NRBC-Attentaten hat negative psychologische Auswirkungen auf die Bevölkerung im täglichen Leben - zum Teil wegen des Aspektes der "tückischen, unsichtbaren tödlichen Gefahr" die zu irrationalem Handeln führen kann und die man ja seit Jahren selbst betreffs der zivilen Nutzung der Atomenergie beobachten kann. Wie in einem am 18. August 1999 in der International Herald Tribune erschienenen Artikel beschrieben, herrscht zum Beispiel in den U.S.A. seit rund einem Jahr eine wahre Anthraxattentat-Massenhysterie, genährt von öffentlichen Debatten über die NBCR-Gefahr und falschen Alarmen, die zum Teil von extremistischen Gruppen ausgelöst werden, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Und daß ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit und der Machtlosigkeit des Staates eine grosse Gefahr für die Demokratie darstellt, sollte allen klar sein.

  • 6. Mögliche Gegenmaßnahmen
  • 6.1 Beispiel U.S.A

Wie oben angedeutet, erkannten die Amerikaner früher als andere die Risiken der TOK und des Terrorismus, insbesondere in Verbindung mit den rasanten technologischen Entwicklungen unserer Zeit.

Als direkte Antwort auf die Infragestellung der Nationalen Sicherheit der U.S.A. gab President Bill Clinton am 21. Oktober 1995 die Presidential Decisional Directive (PDD-) 42 bekannt, in der alle verschiedenen Dienststellen des exekutiven Armes der U.S. Regierung damit beauftragt wurde

(i) den Kampf gegen die internationale Kriminalität als eine der absoluten Prioritäten anzusehen und demgemäß die dafür notwendigen Mittel vorzusehen

(ii) Effizienz und Synergien durch eine verbesserte interne Koordination zu steigern

(iii) die Zusammenarbeit mit anderen Staaten auszubauen, um eine globale Antwort auf die hier betrachtete Gefahr zu finden

(iv) alle legal zur verfügung stehenden Mittel zu ergreiffen, um die internationale Kriminalität auf eine agressivere und kreativere Art und Weise zu bekämpfen

Am 12. Mai 1998 wurde dann das ICCS (International Crime Control Strategy) Programm vorgestellt, ein Aktionsplan der sich um 8 breite Ziele ("Die erste Verteidigungslinie hinter die Grenzen der USA versetzen", ... "Auf die Gefahr der internationalen Kriminalität Antworten", bis hin zu "Die gesamte Linie der amerikanischen Bemühungen optimisieren") und 30 Punkte artikuliert.

Einige dieser gesetzten Ziele dürften interessante Konsequenzen unter dem Aspekt der globalen Überwachung haben, wie zum Beispiel Objektiv 1 Punkt 1: "Jeglichen, im Ausland vorbereiteten Versuch eines Aktes internationaler Kriminalität, und insbesondere terroristische Akte, unterbinden" oder Objektiv 4 (Kampf gegen die internationale Finanzkriminalität) Punkt 4: "Auf die Offshore-Zentren des internationalen Betruges, der Fälschung, des Betrugs mit Hilfe von elektronischen Zahlungsmitteln und anderer Formen der Finanzkriminalität". In der Tat war Ende 1998 die Situation folgende: das FBI, mit offiziellen Büros in schon 32 Staaten, hatte vor, neue Büros in 12 Ländern (darunter Nigeria) zu öffnen und die in 9 Ländern schon existierenden auszubauen (Mexico, Russland...). Die amerikanischen Zolldienste hatten vor, zusätzliche Büros in Europa, Asien, Australien und auf dem amerikanischen Kontinent zu öffnen, um das existierende Netz von 26 Büros zu erweitern. Auch die DEA sah vor, seine schon beträchtliche internationale Präsenz in der CIS, in Latein Amerika, Asien und anderen heutigen oder entstehenden Zentren des Drogenhandels zu verstärken. Und die U.S. Nachrichtendienste, die Ende 1998 schon 11 offizielle Büros auf dem amerikanischen Kontinent, in Europa und Asien besassen, sahen vor, weitere in Zentral- und Ost-Europa, Afrika und anderen Zonen, in denen den amerikanischen Interessen zuwiderspielende Aktivitäten geortet worden sind, zu eröffnen. (22)

Besonders interessant erscheinen die Initiativen im Bereich High Tech- und Cyber-Kriminalität (cf Objektiv 6).

Punkt 5 sieht insbesondere vor, die verwundbaren Stellen der nationalen kritischen Infrastrukturen zu identifizieren und zu verringern. Auf Ebene der gesamten U.S.A. ist bis Ende 1998 ein "Comprehensive Threat Assessment" durchgeführt worden. (37)

Im Unterbereich Informationssysteme sind schon zahlreiche Schritte unternommen worden:

Aufstellung eines Plans zur Zusammenarbeit der unter dem Aspekt des National Infrastructure Protection Plans 11 wichtigsten Agenturen und Ministerien wie DoD und assozierte DIA etc., FBI, NSA, DoJ, Department of Commerce, Treasury Department, Transportation Department...

Initiative CALEA (Communications Assistance to Law Enforcement Act) zum obligatorischen Aufzeichnen aller elektronischen Kommunikationen durch die telekom Operateure, schon 1994 lanciert, aber lange Zeit höchst umstritten und nun, am 27. August 1999 von der Federal Communications Commission (FCC) akzeptiert. Mit dem Cyberspace Electronic Communications Act (CESA) ist nun sogar vorgesehen, noch weiter zu gehen (Verpflichtung zur Archivierung von Krypto-Schlüsseln etc.)

"Initiative" des akademischen Sektors, ein jährliches National Colloquium for Information Systems Security Education (NCISSE) zu lancieren (1997)

ins Leben rufen einer neuen der Cyber-Kiminalität gewidmeten FBI-Entität, das National Infrastructure Protection Center (NIPC), im Februar 1998;

Presidential Decision Directive (PDD-) 63 zum Kampf gegen die gefahr der internationalen Cyber-Kriminalität und des Cyber-Terrorismus, am 22. Mai 1998;

Aufbau des Critical Infrastructure Assurance Office (CIAO), beauftragt mit der Ausarbeitung eines integrierten nationalen Plans betreffs der physischen und virtuellen Bedrohungen gegen die kritischen Infrastrukturen der U.S.A., wie auch eines nationalen Sensibilierungs- und Ausbildungs-Programms;

Aufbau der National Security Incident Response Center (NSIRC), eine neue Einheit der National Security Agency;

Druck auf die privaten Unternehmen, untereinander und auch mit den amerikanischen Sicherheitsdiensten zu kooperieren. Insbesondere wird die private Wirtschaft dazu gedrängt, sogenannte Information Sharing and Analysis Centers (ISACs) aufbauen. Vor kurzem hat die NSA der American Banker Association (ABA) sogar vorgeschlagen, ihr bei dem Aufbau eines Bank- und Finanz-ISACs beizustehen und die von der NSA entwickelten Überwachungslösungen dafür zu benutzen.

FidNet (Federal Intrusion Detection Network)-Initiative, im Sommer 1999 gegen den Willen der U.S. Regierung publik geworden. Das FidNet Projekt zeigt, daß die Amerikaner vorhaben, das Internet global zu überwachen und nicht nur innerhalb der U.S.A zu operieren, sondern auch im Ausland. FidNet war zuerst für die Überwachung der Informationsnetze der zivilen Staatlichen Agenturen vorgesehen. Dann sollte FidNet jedoch zuerst dem vergleichbaren Joint Task-Force Computer Network Defense (JTF-CND) des Pentagons angeschlossen werden, und später den verschiedenen ISACs, um eine Überwachung der Informationssysteme aller kritischen Infrastrukturen zu ermöglichen

Auch auf internationaler Ebene haben die U.S.A. wichtige Initiative ergriffen: Aufbau des Lyon Subgroup des G8 zum Thema der internationalen Zusammenarbeit in Bereich High Tech Kriminalität, Special UN Committee on Transnational Organized Crime (Wien, 28. Juni - 9. Juli 1999) und so fort.

  • 6.2 Erste Ansätze einer europäischen Initiative

Am 6. September 1999 wurde in Lyon ein Projekt zum Aufbau eines europäischen Pole of Excellence für Fragen der Sicherheit und des Kampfes gegen die Kriminalität bekannt gegeben. Der Urheber des Konzeptes ist eine Gruppe von Strategieberatern des Unternehmens Salamandre (Paris), unter der Leitung von Dr. Sorbas v. Coester (37), Partner. Das nun lancierte Projekt ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Überlegungsprozesses, an dem die Stadt und Groß-Gemeinde Lyon, die internationale Polizei-Organisation Interpol, die Stellvertretende Direktion der Technischen und Wissenschaftlichen Polizei (Police Technique et Scientifique, PTS) und die französische Polizei-Hochschule (Ecole Nationale Supérieure de Police, ENSP) teilgenommen haben.

Die Grundideen hinter dem Projekt des Pole of Excellence sind einfach. In Anbetracht der Entwicklungen im Bereich der organisierten Kriminalität und des Terrorismus - insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Tendenz zum vermehrtem Einsatz von High Tech Lösungen - erscheint es immer notwendiger und dringender :

"zum einen, die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf den Gebieten Sicherheit und Intelligence beträchtlich zu verstärken…

zum anderen aber auch, eine weitgehende und intensive Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor auf diesen Gebieten auszubauen, so wie es in den Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahren schon der Fall ist"…

Es ist zwar vor kurzem bestätigt worden, daß Europol mit der Zeit die operative Rolle eines "europäischen FBIs" bekommen soll. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus. Um im Kampf gegen High Tech Kriminalität - biszuweilen Terrorismus - irgend eine Chance zu haben, müssen die operativen Sicherheitskräfte nicht nur mit hochmodernster Ausrüstung ausgestattet sein, sie müssen auch die fortgeschrittensten Methoden anzuwenden in der Lage sein. Vonnöten ist daher auch eine starke Fähigkeit zum korrekten Antizipieren von neu aufkommenden Gefahren. Und nicht nur auf dem Gebiet der Technologien, sondern auch in humanwissenschaftlichen Bereichen wie Soziologie, Psychologie etc. Wer das FBI nur als eine "operative Polizei auf Föderations-Ebene" sieht, übersieht, daß das FBI zahlreiche Forschungs- und Entwicklungszentren hat und auch als Test- und Zertifizierungsdienst im Bereich der Sicherheitslösungen auch für den privaten Sektor aktiv ist. Vergessen werden sollte auch nicht, wie weit die Zusammenarbeit des FBIs mit Unternehmen des privaten Sektors und der akademischen Sphäre gehen kann - man betrachte als Beispiel dafür das Projekt des Center of Excellence in Authentication and Identification von West-Virginia.

  • 7. Das Projekt Europol

Das Projekt Europol muß also vervollständigt werden. Dies ist der Sinn des "Pole of Excellence", der in und um Lyon aufgebaut werden soll.

Die Analyse der meist entwickelten Technopolen - jener, die man als Technopolen der dritten Generation charakterisiert - und der Schlüssel-Faktoren ihres Erfolges hat dazu geführt, den Pole of Excellence in der folgenden Form zu konzipieren:

  1. Eine permanente Struktur

Eine permanente Struktur wird die zweifache Aufgabe haben, einerseits den Pole of Excellence zu animieren und andererseits Wissen zum Nutzen sowohl der öffentlichen Behörden als auch der Unternehmen des Sicherheits-Sektors zu sammeln, zu synthetisieren und zu verbreiten. Dieser feste Kern bildet das Zentrum konzentrischer Kreise, die sein Wirken untersetzen und zum europäischen und internationalen Rang und Nahmen des Pole of Excellence beitragen.

Zum festen Kern des Pole of Excellence sollen insbesondere gehören :

  • Ein internationales Zentrum für Kriminologie

"Dieses Zentrum wird auf den Gebieten arbeiten, die mit den human-wissentschaftlichen Aspekten der Sicherheitsfragen zu tun haben (also Kriminologie, Victimologie, Soziologie, vergleichendes Recht und juristische Prozeduren, Untersuchungstechniken, Prävention und Repression, Gefängnisse und Wiedereingliederung etc).

Diese Abteilung wird eine kontinuierliche Wach in Sachen Sicherheitsfragen organisieren (internationale Observatorien zun den Themen Evolution der Kriminalität, Sicherheit und Recht, und eine "Criminal Intelligence" Zelle). Die Abteilung wird einen jährlichen Report veröffentlichen, das gesicherte Intranet, das aufgebaut werden wird und alle Aktoren des Pole of Excellence untereinander und mit der Verlags-Abteilung des General-Sekretariats verbinden wird, mit Informationen beliefern.

Auf der Basis seiner Kapazität zur Beobachtung und zur Analyse, wird das Zentrum für Kriminologie eine Berater-Aktivität entwickeln und den Staaten, den internationalen Organisationen, den Regionen und den großen Metropolen anbieten". (37)

  • Ein Zentrum für SicherheitsTechnologien

Dieses Zentrum wird auf den Gebieten arbeiten, die mit Instrumenten, Produkten, Vorrichtungen und technischen Lösungen zu tun haben, die im Kampf gegen den Mangel an Sicherheit zur Anwendung kommen können.

"Neben einer Aktivität im Bereich technologische Wache, erschöpfendes Erfassen der existierenden Technologien, Evaluation ihrer Effizienz von Fall zu Fall, wird diese Abteilung dazu berufen sein :

- allmählich eine Aktivität in den Bereichen Normalisierung, Evaluation und Zertifizierung von Lösungen, Produkten und Methoden zu entwickeln.

- die Benutzer zum Einsatz dieser oder jener Technologie zu beraten, sie bei der Suche nach optimalen Lösungen zu unterstützen, Lastenhefte für technische Spezifizierungen auszuarbeiten..

- eine Forschungs- und Entwicklungsdynamik im Bereich Sicherheitsprodukte ins Leben zu rufen, die mit der Zeit zu einem Spin-off dieser Forschungs- & Entwicklungs-Aktivität und zur Gründung eines SecuLabs, eine Art MediaLab für Sicherheitstechnologien, führen könnte". (37)

  • 2. - Das geographisch enge Netz (Gegend von Lyon)

Sind Teil des Pole of Excellence die nationalen oder internationalen Organismen, die in der Gegend von Lyon angesiedelt sind, also die O.I.P.C.-Interpol, die Ecole Nationale Supérieure de Police (ENSP), die Sous-Direction de la Police Technique et Scientifique (PTS), das inter-regionale Forschungslaboratorium der PTS, die Universitäten und Hochschulen, die Unternehmen und die Industrie von Lyon und Umgebung etc.

  • 3. - Das nationale, europäische und internationale Netz

Da der Pole of Excellence in der Gegend von Lyon angesiedelt werden soll, wird zumindest in der Anfangsphase der französische Staat, vertreten durch die verschieden Ministerien die sich mit Sicherheitsfragen befassen (Innenministerium, Justiz- und Verteidigungs-Ministerium, Ministerium für Wirtschaft, Finanz und Industrie) ein privilegierter Partner des Projektes sein.

Jedoch hat das Projekt des Pole of Excellence nur dann Sinn, wenn ihm eine internationale Dimension garantiert ist. Angefangen mit seiner klaren Berufung, ein europäisches Centre of Excellence zu werden. "Erste Schritte in diese Richtung sind die angekündigten Bemühungen der PTS, ein Netz der europäischen Kriminalitik-Labors aufzubauen, oder auch der Beschluß des französischen Staats, Lyon und die ENSP als Kandidaten für die zukünftige europäische Polizei-Hochschule zu nominieren.

Letztlich könnten auch sehr schnell Verbindungen mit den Sicherheits-Instanzen oder Strukturen anderer Länder wie Israel oder den Vereinigten Staaten von Amerika aufgebaut werden, zum Beispiel mit dem Center of Excellence, daß die Amerikaner in West Virginia um das FBI aufbauen, oder mit der International Criminal Justice Organization in Chicago". (37)

  • Quellenverzeichnis

(1) President Bill Clinton, 27. Januar 1998.

(2) Horchem, H.-J. Direktor des Instituts Für Terrorismusforschung Bonn, (1991): Vorwort zu dem Buch Sterben für Allah: Die Schiiten und der Terrorismus von Rolf Tophoven, Busse-Seewald, Herford.

(3) Anatomie der Staatssicherheit: Geschichte-Struktur-Methoden: MfS-Handbuch: Die Hauptabteilung XXII: "Terrorabwehr". Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Abteilung Bildung und Forschung, S. 51. Siehe auch Seiten 43-45.

(4) Die Evolution des Terrorismus: "Neue Bedrohungen staatlicher Sicherheit": Beitrag von Joël-François Dumont. Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel Stiftung E.V. Bildungszentrum Wildbad Kreuth, 25/27. November 1996 in Politische Studien, Zeitschrift für Politik und Zeitgeschehen N°351 der Hanns-Seidel Stiftung.

(5) Thom Prof. Dr. F. Gespräch mit Author (September 1996).

(6) "TOK" Lange, Prof. Dr. K. Professor Dr. Klaus Lange ist Referent für Außen- und Sicherheitspolitik der kademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel Stiftung, München.


(7) Helfer, H-U. in InfoCH, Nr.1, 15. Januar 1997. Hans-Ulrich Helfer, früher Spezialist für Terrorismus im Schweizer Staatsschutz ist Geschäftsführer der in Zürich ansäßigen Berater- und Verlagsfirma Presdok AG. und Mitglied der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Kriminologie (helfer@presdok.ch)


(8) Dumont, J.-F. (1996) Expertentagung in Bildungszentrum der Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. in Wildbad Kreuth: "Destabilisierung Nordafrikas - Konsequenzen für Europe ? Algerien: Sicherheitslage und politische Perspektiven" (25-27 März).


(9) Chaliand G, (1997) in: Perspectives Strategiques no.31, (October) und Défense et Sécurité à l’horizon 2000 - Nouveaux défis, nouveaux moyens (1995). Groupes de Recherche et de Réflexion, rapport du groupe no 12.Centre des Hautes Etudes de l’Armement


(10) Tophoven, R (1996): "Neue Qualität" im internationalen Terrorismus erreicht: Auf dem Weg zum Techno-Terror von Rolf Tophoven in Das Parlament, (5. April).


(11) "Computers at Risk", National Research Council (1991)


(12) Sinai, J. (1999): "Cyberwarfare: Fact or Fiction?", in Jane’s Intelligence (September 21)


(13) Jane’s Intelligence review (1998) (Mai , Seiten 42-46)


(14) Le Doran, S. et Philippe Rosé (1998): Cyber Mafias, Denoël Verlag, Paris.


(15) Molander, R.C., David A. Mussington et Peter A. Wilson (1997) : Cyberpayments and Money Laundering - Problems and Promise, eine Studie des Instituts für kritische Technologien der RAND Corporation, ausgearbeitet im Auftrag des Office of Science and Technology Policy und des Financial Crimes Enforcement Network.


(16) Kube, Prof. Dr. E. (1996): "Technische Entwicklung und neue Kriminalitätsformen": Was geschieht, was droht?", in Kriminalistik (Oktober). Dazu Mayer, F. (1996): "Recht und Cyberspace". Neue Juristische Wochenschrift, Seite 1786.


(17) Darcourt, P. (1996): "Etats contre pirates: Guerres secrètes sur Internet: La CIA elle-même doit faire face à des tentatives d'intrusion électronique dans ses fichiers", in Le Figaro (21. November).


(18) Lohr, St. (New York Times Service) (1996): "Waging Cyberwar: Is The World Ready? Threat of Attacks by Computer Has U.S. Rethinking Its Defense", in Herald Tribune (1. Oktober).


(19) U.S. Foreign Policy Agenda: an Electronic Journal of the United States Information Agency, vol 3, no 4 (novembre 1998): Cyberthreat: Protecting U.S. Information Networks.


(20) Destouches, G. (1999): Menace sur Internet. Des groupes subversifs et terroristes sur le Net, Michalon Verlag, Paris.


(21) Chevrier, M.-I. (1997): "Why Biological Weapons Have Taken Center Stage", in The Washington Post (21 Dezember).


(22) Vatis, M.A., Direktor des National Infrastructure Protection Center (FBI), (1999): NIPC Cyber Threat Assessment, Stellungnahme, am 6. Oktober, vor dem Unterauschuß für Technologie und Terrorismus des U.S. Senate Judiciary Committee.


(23) Neumann, P.G., Dr. (1997 - November): Computer Related Risks and the National Infratstructures, Stellungnahme vor dem Sub-Committee on Technologies of the U.S. House of Representatives’ Committee on Science. Auf dem Web zu finden bei: http://www.csl.sri.com/neuman/house97.html


(24) Tenet, G.J., Direktor der CIA, (1998): Stellungnahme, am 28. Januar, vor dem Auschuß des U.S. Senate im Rahmen des Hearing on Current and Projected National Security Threats.


(25) Mermet, F. Armee General François Mermet, Früherer Direktor der Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE) Präsident von STRATCO, in einem Gespräch mit Author (October 1996).


(26) U.S. Commission on National Security in the 21st Century (1999): New World Coming: American Security in the 21st Century (September).


(27) Sinai, J. (1999): "Cyberwarfare: Fact or Fiction?", in Jane’s Intelligence (September 21)


(28) Cohen, W.S. (1999): "Preparing for a Grave New World", in The Washington Post (26. Juli).


(29) "Le Monde du Renseignement" (1997 - September 1999).


(30) U.S.I.A. Washington File (1999): "FBI’s Watson Cites Effort to Combat Terrorist Attack". Stellungnahme, am 29. April 1999, von Dale Watson, Deputy Director des FBI, vor dem Auschuß des U.S. Senate zur Bewertung der Anti-Proliferations Politik


(31) Trends in Organized Crime, vol. 4, no 1 (1998) und offizieller Website der ICCS:


(32) Cetron, M.J. und Owen Davies (1994): "The Future Face of Terrorism" in The Futurist (November-Dezember).


(33) Beck, U. (1986): Auf dem Weg in eine andere Moderne Risikogesellschaft, Frankfurt. Vgl. auch Manfred Mai in "Technikblindheit des Rechts - Technologie-ignoranz der Juristen" ? Anmerkungen zum Verhältnis "Technik und Recht" aus der Sicht der Soziologie, Zeitschrift für Rechtssoziologie 2/1992, S. 257 ff. und Hansjörg Keller in "Wege zum Erfassen und Beherrschen technischer Risiken", i.o. Management Zeitschrift 1988 S.23ff. sowie Ulrich Sieber in "Computerkriminalität", a.a.O., S. 112f.


(34) Zecchini, L. (1997): "Un satellite espion pour M. Tout-le-Monde", in Le Monde (28.-29. Dezember).


(35) Helfer, H-U. (1998): in einem Gespräch mit Author (September).


(36) Reinert, L. et S. Luther: (1998): Biometrics, Tokens & Public Key Certificates - The Merging of Technologies, Information Systems Security Organization.


(37) Coester, Dr. S. v. (1999) Interview mit Author (Oktober). Dr. Sorbas v. Coester leitet heute das Strategie-Beratungsunternehmen Gheran (Paris), das unter anderem an einer Vertiefung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in Fragen der Sicherheits-Technologien und -Politik arbeitet, mit Deutschland und Frankreich als wichtige Motoren (svc@gheran.com)



 

Derniers articles

Verdun 2016 : La légende de la « tranchée des baïonnettes »
Eyes in the Dark: Navy Dive Helmet Display Emerges as Game-Changer
OIR Official: Captured Info Describes ISIL Operations in Manbij
Cyber, Space, Middle East Join Nuclear Triad Topics at Deterrence Meeting
Carter Opens Second DoD Innovation Hub in Boston
Triomphe de St-Cyr : le Vietnam sur les rangs
Dwight D. Eisenhower Conducts First OIR Missions from Arabian Gulf
L’amiral Prazuck prend la manœuvre de la Marine
Airmen Practice Rescuing Downed Pilots in Pacific Thunder 16-2
On ne lutte pas contre les moustiques avec une Kalachnikov...
Enemy Mine: Underwater Drones Hunt Buried Targets, Save Lives
Daesh Publications Are Translated Into Eleven Languages
Opération Chammal : 10 000 heures de vol en opération pour les Mirage 2000 basés en Jordanie
Le Drian : Daech : une réponse à plusieurs niveaux
Carter: Defense Ministers Agree on Next Steps in Counter-ISIL Fight
Carter Convenes Counter-ISIL Coalition Meeting at Andrews
Carter Welcomes France’s Increased Counter-ISIL Support
100-Plus Aircraft Fly in for Exercise Red Flag 16-3
Growlers Soar With B-1s Around Ellsworth AFB
A-10s Deploy to Slovakia for Cross-Border Training
We Don’t Fight Against Mosquitoes With a Kalashnikov
Bug-Hunting Computers to Compete in DARPA Cyber Grand Challenge
Chiefs of US and Chinese Navies Agree on Need for Cooperation
DoD Cyber Strategy Defines How Officials Discern Cyber Incidents from Armed Attacks
Vice Adm. Tighe Takes Charge of Information Warfare, Naval Intelligence
Truman Strike Group Completes Eight-Month Deployment
KC-46 Completes Milestone by Refueling Fighter Jet, Cargo Plane
Air Dominance and the Critical Role of Fifth Generation Fighters
Une nation est une âme
The Challenges of Ungoverned Spaces
Carter Salutes Iraqi Forces, Announces 560 U.S. Troops to Deploy to Iraq
Obama: U.S. Commitment to European Security is Unwavering in Pivotal Time for NATO
International Court to Decide Sovereignty Issue in South China Sea
La SPA 75 est centenaire !
U.S. to Deploy THAAD Missile Battery to South Korea
Maintien en condition des matériels : reprendre l’initiative
La veste « léopard », premier uniforme militaire de camouflage
Océan Indien 2016 : Opérations & Coopération
Truman Transits Strait of Gibraltar
Navy Unveils National Museum of the American Sailor
New Navy, Old Tar
Marcel Dassault parrain de la nouvelle promotion d’officiers de l’École de l’Air
RIMPAC 2016 : Ravitaillement à la mer pour le Prairial avant l’arrivée à Hawaii
Bataille de la Somme, l’oubliée
U.S., Iceland Sign Security Cooperation Agreement
Cléopatra : la frégate Jean Bart entre dans l’histoire du BPC Gamal Abdel Nasser
Surveiller l’espace maritime français aussi par satellite
America's Navy-Marine Corps Team Fuse for RIMPAC 2016
Stratégie France : Plaidoyer pour une véritable coopération franco-allemande
La lumière du Droit rayonne au bout du chemin





Directeur de la publication : Joël-François Dumont
Comité de rédaction : Jacques de Lestapis, Hugues Dumont, François de Vries (Bruxelles), Hans-Ulrich Helfer (Suisse), Michael Hellerforth (Allemagne).
Comité militaire : VAE Guy Labouérie (†), GAA François Mermet (2S), CF Patrice Théry (Asie).

Contact