Éditoriaux Défense Sécurité Terrorisme Zones de conflits Logistique Livres de référence Liens
Terre Air Mer Gendarmerie Renseignement Infoguerre Cyber Recherche

Schutz kritischer Infrastrukturen

Schutz kritischer Infrastrukturen

Quelle: BMI Internetredaktion.

Moderne Gesellschaften sind auf eine zuverlässige Infrastruktur angewiesen. Störungen und Ausfälle beispielsweise in der Energieversorgung oder in den Bereichen der Mobilität,  Kommunikation und des Notfall- und Rettungswesens können erhebliche volkswirtschaftliche Schäden nach sich ziehen und weite Teile der Bevölkerung unmittelbar betreffen. Der Schutz von Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden, ist daher eine wichtige Aufgabe vorsorgender Sicherheitspolitik.

Die Anschläge in New York und Washington am 11. September 2001 und in Madrid  am 11. März 2004 haben in besonderem Maße die Verletzlichkeit offener Gesellschaften gezeigt. Moderne Infrastruktursysteme können sowohl zum Anschlagsziel werden als auch als Mittel zum Anschlag missbraucht werden. Infrastrukturen sind aber nicht nur durch terroristische Anschläge gefährdet, sondern auch durch Naturkatastrophen, besonders schwere Unglücksfälle, Betriebsstörungen oder Systemfehler. Dies gilt für den Bereich der konventionellen also physikalischen Gefährdungen, in zunehmendem Maße aber auch für die Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Abwendung dieser Gefahren erfordert gemeinsame Schutzkonzepte von Staat und Betreibern der Infrastruktureinrichtungen. Die Bundesregierung hat hierzu zahlreiche Maßnahmen getroffen.

Das Bundeskriminalamt steht mit den Betreibern der Infrastruktureinrichtungen in einem engen Informationsaustausch über die Gefährdungsbewertung. Über konkrete Gefährdungshinweise zu einzelnen Objekten werden die Betreiber informiert und die Sicherheitsmaßnahmen entsprechend verstärkt. Im Bereich der Luftsicherheit, der Seesicherheit und der Bahn sind zum Beispiel in eigenen Rahmenplänen bzw. Vereinbarungen zwischen den Sicherheitsbehörden und den Betreibern detaillierte Absprachen über die Informationswege und einzuleitende Schutzmaßnahmen bei Veränderungen der Gefährdungslage festgelegt.

Die Informations- und Kommunikationssysteme sind wichtige "Nervenstränge" der Wirtschaft und Verwaltung in unserer Informationsgesellschaft. Die Innere Sicherheit und damit der Schutz kritischer Infrastrukturen sind heute untrennbar mit sicheren IT-Systemen verbunden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist daher seit 1998 zum zentralen IT-Sicherheitsdienstleister der Bundesregierung ausgebaut worden. Basierend auf prozess-orientierten Studien zur Situation der kritischen Infrastrukturen in Deutschland im Hinblick auf der IT-Abhängigkeit befindet sich das BSI in einem engen Dialog mit den Trägern Kritischer Infrastrukturen. Darüber hinaus reichen die Maßnahmen des BSI, für das der Schutz kritischer Infrastrukturen ein Schwerpunktthema ist, über Sensibilisierungsmaßnahmen, konkrete Angebote (z. B. das IT-Grundschutzhandbuch), die Entwicklung und Evaluierung von Kryptoprodukten bis hin zum Betrieb eines Lagezentrums für IT-Sicherheitsnotfälle im Rahmen des CERT-Bund (CERT= Computer Emergency Response Team).

Seit dem 1. Mai 2004 besteht das zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörende neue  Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Innerhalb eines eigens aufgebauten Kompetenzzentrums wird dort intensiv an umfassenden Schutzkonzepten auf dem Gebiet der kritischen Infrastrukturen gearbeitet. Zu dessen konzeptionellen Aufgaben gehören u. a. Gefährdungs- und Risikoanalysen, wissenschaftliche Studien, Notfallvorsorge- und Notfallmaßnahmepläne sowie Masterpläne für die Überbrückung von Kapazitätsausfällen. Neben dem baulichen Schutz kritischer Infrastruktureinrichtungen sowie dem Kulturgutschutz stehen die Gewährleistung eines  effektiven Zivil- und Katastrophenschutzes, die Sicherung der Trinkwasser- und Lebensmittelversorgung, der Gesundheitsschutz und die Aufrechterhaltung von Staats-, Regierungs- und anderen wichtigen Verwaltungsfunktionen im Vordergrund.

Durch die flächendeckende Präsenz und das breit gefächerte technische Hilfsangebot kann die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) bei fast allen Störungen der kritischen Infrastruktur eingesetzt werden. Im Vordergrund stehen dabei planerische Vorsorgemaßnahmen zur operativen Gefahrenabwehr und die Aufstellung von Einheiten zur Beseitigung von Störungen bei der Energie- und Trinkwasserversorgung und den Entsorgungs-,  Kommunikations- und Sicherheitsinfrastrukturen.

Im Bereich seiner Kernkompetenzen (Energie- und Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung) hat das THW Vereinbarungen mit Behörden und Unternehmen geschlossen. Der Einsatz der THW-Einheiten erfolgt in modularer Weise und kann den  jeweiligen Erfordernissen flexible angepasst werden. Das Angebot, Fachberater des THW in die Leitungs- und Koordinierungseinrichtungen zu integrieren, rundet die Aktivitäten des THW ab. Dabei wird auch die Führungsstruktur und Einsatztaktik des THW mit den Leitungs- und Koordinierungseinrichtungen abgestimmt.


Derniers articles

Verdun 2016 : La légende de la « tranchée des baïonnettes »
Eyes in the Dark: Navy Dive Helmet Display Emerges as Game-Changer
OIR Official: Captured Info Describes ISIL Operations in Manbij
Cyber, Space, Middle East Join Nuclear Triad Topics at Deterrence Meeting
Carter Opens Second DoD Innovation Hub in Boston
Triomphe de St-Cyr : le Vietnam sur les rangs
Dwight D. Eisenhower Conducts First OIR Missions from Arabian Gulf
L’amiral Prazuck prend la manœuvre de la Marine
Airmen Practice Rescuing Downed Pilots in Pacific Thunder 16-2
On ne lutte pas contre les moustiques avec une Kalachnikov...
Enemy Mine: Underwater Drones Hunt Buried Targets, Save Lives
Daesh Publications Are Translated Into Eleven Languages
Opération Chammal : 10 000 heures de vol en opération pour les Mirage 2000 basés en Jordanie
Le Drian : Daech : une réponse à plusieurs niveaux
Carter: Defense Ministers Agree on Next Steps in Counter-ISIL Fight
Carter Convenes Counter-ISIL Coalition Meeting at Andrews
Carter Welcomes France’s Increased Counter-ISIL Support
100-Plus Aircraft Fly in for Exercise Red Flag 16-3
Growlers Soar With B-1s Around Ellsworth AFB
A-10s Deploy to Slovakia for Cross-Border Training
We Don’t Fight Against Mosquitoes With a Kalashnikov
Bug-Hunting Computers to Compete in DARPA Cyber Grand Challenge
Chiefs of US and Chinese Navies Agree on Need for Cooperation
DoD Cyber Strategy Defines How Officials Discern Cyber Incidents from Armed Attacks
Vice Adm. Tighe Takes Charge of Information Warfare, Naval Intelligence
Truman Strike Group Completes Eight-Month Deployment
KC-46 Completes Milestone by Refueling Fighter Jet, Cargo Plane
Air Dominance and the Critical Role of Fifth Generation Fighters
Une nation est une âme
The Challenges of Ungoverned Spaces
Carter Salutes Iraqi Forces, Announces 560 U.S. Troops to Deploy to Iraq
Obama: U.S. Commitment to European Security is Unwavering in Pivotal Time for NATO
International Court to Decide Sovereignty Issue in South China Sea
La SPA 75 est centenaire !
U.S. to Deploy THAAD Missile Battery to South Korea
Maintien en condition des matériels : reprendre l’initiative
La veste « léopard », premier uniforme militaire de camouflage
Océan Indien 2016 : Opérations & Coopération
Truman Transits Strait of Gibraltar
Navy Unveils National Museum of the American Sailor
New Navy, Old Tar
Marcel Dassault parrain de la nouvelle promotion d’officiers de l’École de l’Air
RIMPAC 2016 : Ravitaillement à la mer pour le Prairial avant l’arrivée à Hawaii
Bataille de la Somme, l’oubliée
U.S., Iceland Sign Security Cooperation Agreement
Cléopatra : la frégate Jean Bart entre dans l’histoire du BPC Gamal Abdel Nasser
Surveiller l’espace maritime français aussi par satellite
America's Navy-Marine Corps Team Fuse for RIMPAC 2016
Stratégie France : Plaidoyer pour une véritable coopération franco-allemande
La lumière du Droit rayonne au bout du chemin





Directeur de la publication : Joël-François Dumont
Comité de rédaction : Jacques de Lestapis, Hugues Dumont, François de Vries (Bruxelles), Hans-Ulrich Helfer (Suisse), Michael Hellerforth (Allemagne).
Comité militaire : VAE Guy Labouérie (†), GAA François Mermet (2S), CF Patrice Théry (Asie).

Contact