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Die modernen Helikopter der Schweizer Luftwaffe

Die modernen Helikopter der Schweizer Luftwaffe

Auch die Schweizer Armee kann auf Helikopter nicht verzichten. Sie werden als rasches Verbindungsmittel, zum Truppentransport, für Feuerlösch- und Materialtransporte sowie für Rettungen eingesetzt. Im Bedarfsfall können Armeehelikopter auch Kantonen, Gemeinden und zivilen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Spezialausgabe – August 2012 – (www.nd-ticker.ch). Quelle: Texte und Bilder von www.luftwaffe.ch. © Dokumentiert von Hans-Ulrich Helfer.[1]

Die Schweizer Luftwaffe verfügt über drei verschiedene Helikoptertypen:
• 15 Transporthelikopter Aérospatiale AS332M1 Super Puma
• 12 Maschinen vom aus dem Super Puma weiter entwickelten Typ Eurocopter AS532UL Cougar Mk1
• 20 ab dem Jahr 2008 eingeführten leichten Transport- und Schulungshelikopter Eurocopter EC635

Hans-Ulrich Helfer (Foto © European-Security).

Hans-Ulrich Helfer

Super Puma / TH06

Dieses Modell ist eine Weiterentwicklung des früheren Typs SA.330 Puma. Im Jahre 1963 ging die französischen Firma Aérospatiale (vormals Sud-Aviation, heute Eurocopter) nach einem von den französischen Streitkräften aufgestellten Pflichtenheft an die Entwicklung eines allwettertauglichen Transporthelikopters mittlerer Grösse. Vorerst wurden zwei Prototypen und fünf Vorserienmodelle hergestellt, die ab 1965 in die Erprobungsflüge gingen und später in Serie gebaut wurden. Im Jahre 1967 wählte auch die Royal Air Force den SA.330 Puma als Transporthubschrauber und liess ihn gemeinsam mit den Franzosen bei Westland Helicopters Ltd. in England bauen. Der Puma ist mit zwei Turbinentriebwerken Turboméca Turmo III ausgerüstet und kann mehr als sein Eigengewicht von 3,2 t als Nutzlast mitführen. Die ersten für die französische Aviation Légère de l‘armée de Terre (ALAT) hergestellten SA.330B wurden im März 1969 ausgeliefert. 1986/87 wurde der SA.330 bereits in rund 30 Ländern verwendet. Rumänien baute den Typ für seine Streitkräfte, aber auch für andere Kunden wie die Vereinigten Arabischen Emirate in Lizenz.

Seit der 1962 eingeführten Aufstellung von Leichtfliegerstaffeln hat bei der Schweizer Luftwaffe die Bedeutung der Hubschrauber stetig zugenommen. Nach den mit dem Hiller UH-12B und den vier Sud-Aviation S.O.1221S Djinn gemachten Erfahrungen, sind die leichten Sud-Aviation SE-3130 Alouette II und Sud-Aviation SE-3160 Alouette III zu den Standardmodellen geworden.

Das Bedürfnis nach etwas schwereren Helikoptern stellte sich bald, so dass 1986 bei Aérospatiale vorerst drei SA.332 (später AS332 Super Puma) zur Erprobung für die Schweizer Luftwaffe bestellt wurden, die seit 1987 im Einsatz sind. Gegenüber dem SA.330 Puma hat der Super Puma neben anderen Modifikationen ein stärkeres Triebwerk, eine grössere Ladekapazität und eine bessere Allwettertauglichkeit. Als Truppentransporter kann er zwei Piloten und achtzehn voll ausgerüstete Soldaten befördern. Umgerüstet als Ambulanzhelikopter finden sechs Verwundete auf Bahren Platz.

Kaum war die erste Maschine im Sommer 1987 ausgeliefert, wurde die Schweiz von schwersten Unwettern heimgesucht. Bei erfolgreichen Hilfseinsätzen in den Kantonen Uri, Graubünden und Wallis erwies sich der Super Puma als wirkungsvolles Transportmittel. Ohne diesen leistungsstarken Helikopter wären die Transporte von Baumaschinen, Geniematerial usw. nicht innerhalb der notwendigen Zeit möglich gewesen.

Ähnlich positive Erfahrungen machte wenig später die Truppe. Zahlreiche Angehörige der Armee profitieren bei ihren Dienstleistungen immer wieder von der Transportkapazität des Super Puma. Die Nachfrage für Super-Puma-Einsätze stieg sprunghaft. So wurden 1989 weitere 12 Super Puma bestellt. Dieser weltweit eingesetzte Transporthelikopter bewährte sich bei den verschiedensten Truppeneinsätzen bestens und wurde auch bei friedenserhaltenden und friedensfördernden Aktionen zum unentbehrlichen Gerät.

Die Super Puma werden bei der Schweizer Armee auch mit Transporthelikopter 89 (TH 89) bezeichnet.

Mit dem Rüstungsprogramm 1998 wurde für 320 Millionen Franken die Beschaffung weiterer zwölf mittelschwerer Transporthelikopter 98 (TH 98) vorgeschlagen und bewilligt. Da es sich bei diesen von Eurocopter hergestellten Helikopern um eine neue Generation hinsichtlich Ausrüstung handelt und um Missverständnissen vorzubeugen, erhalten diese neuen Maschinen die Bezeichnung AS532UL und den Namen Cougar.

Am 2. April 2012 konnte der Kommandant der Luftwaffe, KKdt Markus Gygax, in Emmen offiziell die ersten beiden werterhaltenen Super Puma übernehmen (siehe Bild). Diese Helikopter wurden, wie im Rüstungsprogramm 2006 beschlossen, umfassend modernisiert und erhielten nach diesen Arbeiten die neue Bezeichnung Transporthelikopter 06 (TH06). Dieses Werterhaltungsprogramm, das durch RUAG Aviation in Emmen durchgeführt wird, soll im Jahr 2014 mit der Abgabe des letzten von 15 Super Puma (TH06) an die Luftwaffe angeschlossen sein.

Anders als bei den TH89 sind bei den TH06 die vom Cougar (TH98) her bekannten Luftfilter vor den Triebwerkseinlässen (Multi Purpose Air Intakes) montiert, sonst unterscheiden sie sich äusserlich nur in Details von den TH89 Super Pumas. Die neue, nach unten zeigende, schwarze Antenne am Heckausleger des TH06 zählt aber zu den gut sichtbaren Erkennungsmerkmalen.

Cougar

Mit dem Rüstungsprogramm 1998 wurde für 320 Millionen Franken die Beschaffung weiterer zwölf mittelschwerer Transporthelikopter 98 (TH 98) vorgeschlagen und bewilligt. Da es sich bei diesen Helikopern um eine neue Generation hinsichtlich Ausrüstung handelt und um Missverständnissen vorzubeugen, erhalten diese neuen Maschinen den Namen «Cougar».

Die ersten beiden Cougar (TH 98) wurden direkt von der Firma Eurocopter in Marignane bei Marseille fertig angeliefert. Die restlichen zehn Helikopter wurden ab dem 17. 01. 2000 durch die damalige SF Schweizerische Unternehmung für Flugzeuge und Systeme in Emmen endmontiert. Der letzte Cougar aus der nun als RUAG Aerospace bekannten Unternehmung (T-342) hat seinen Erstflug am 14.05.2002 absolviert. Der erste von zwölf TH-98-Transporthelikoptern Eurocopter AS532UL Cougar Mk1 ist am 2. Mai 2001 in Belp der Luftwaffe übergeben worden. Am 27. 09. 2002 übergab der Rüstungschef Dr. Alfred Markwalder die komplette Flotte von 12 Cougar in Alpnach formell dem Luftwaffenchef.

Der Cougar - der amerikanische «Berglöwe» - ist mit einem modernen «Glass-Cockpit» ausgerüstet. Jahrzehntelang dominierten meist runde Anzeigeinstrumente mit ihren nervösen Zeigern die Flugzeugcockpits. In der Luftwaffe hat nach der F/A-18 Hornet jetzt auch im Cougar die modernste Elektronik Einzug gehalten, was sich in verschiedenen Bildschirmen äussert, auf denen von Computern generierte, klar erkennbare Symbole und Zeichen flimmerfrei und in optimaler Farbqualität dargestellt werden.

Ein Cougar (T-331) erhielt neben einer Klimaanlage auch einen besseren Schallschutz und komfortablere Sitze. Diese direkt von Eurocopter gelieferte Maschine wird deshalb auch als «Confort» bezeichnet und eignet sich besonders gut zum Transport von VIPs.

EC 635

Die 20 neuen, von der armasuisse, dem Beschaffungs- und Technologiezentrum des VBS mit dem Rüstungsprogramm 2005 beschafften Maschinen erhielten die Bezeichnung EC635. Die genauen Werksbezeichnungen von Eurocopter für die Ausführungen der Schweizer Luftwaffe lauten EC635P2+, respektive EC135P2+ für die VIP-Version.

Die EC635 haben die Alouette III abgelöst. Ein moderner leichter Helikopter hat einen geringeren Wartungsaufwand und kürzere Standzeiten für Bereitstellung und Betrieb. Das ergibt eine hohe Verfügbarkeit, was wiederum eine kleinere Flottengrösse (Anzahl Helikopter) bei gleich bleibendem Leistungsangebot ermöglicht.

Zwei Maschinen werden als VIP-Helikopter ausgerüstet im Rahmen des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) ab Belp eingesetzt. Diese beiden Hubschrauber mit den Kennungen T-351 und T-352 entsprechen der von Eurocopter angebotenen zivilen Version EC135. Mit Ledersitzen, einer schallgedämpften Kabine und einer Klimaanlage ausgestattet, kommen diese bei der Schweizer Luftwaffe mit EC635 VIP bezeichneten Maschinen auch für die Beförderung von Bundesräten zum Einsatz. Der dafür bis 2009 eingesetzte Dauphin - ein Exote in der Helikopterflotte der Luftwaffe - wurde so ersetzt. Der Truppenhelikopter EC635 unterscheidet sich von seinem zivilen Ebenbild insbesondere durch die verstärkte Aluminium-Karbon-Komposit-Zelle, die aufgrund von vorhandenen Aufhängepunkten auch eine Bewaffnung zuliesse. Die ist derzeit jedoch nicht beabsichtigt. Aber man könnte beispielsweise auch Sensoren an diese Hardpoints montieren. Äusserlich unterscheiden sich die beiden EC635 VIP von den EC635 nur durch den nicht vorhandenen Lasthaken, auch über eine Windeverfügen sie nicht.

[1] Aspekte der Nachrichtendienstlichen Lage : Herausgeberin Presdok AG, Mimosenstrasse 5, 8057 Zürich http://www.presdok.ch (presdok@presdok.ch)
Verantwortlicher Redaktor : Hans-Ulrich Helfer (helfer@presdok.ch).

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