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Vereinigtes Königreich: Das Ende von „Keep Calm and Carry On“
Lange Zeit ließ sich die Tradition des britischen Geheimdienstes mit der bloßen Existenz seiner Dienste zusammenfassen: Offiziell existierten sie nicht. Doch im letzten Jahrzehnt hat London eine radikale kulturelle Revolution vollzogen und ist vom Kult der Geheimhaltung zu einer Strategie der „offensiven Transparenz“ übergegangen. Während Frankreich bei der Zuordnung von Angriffen bisweilen diskret bleibt, hat sich das Vereinigte Königreich entschieden, seine Bevölkerung zu informieren, um sie zu stärken. Ken McCallum, der Chef des MI5, den wir in unserem vorangegangenen Dossier über Dänemark zitierten, hatte bereits das Eis gebrochen, indem er die inneren Bedrohungen auf britischem Boden offenlegte.
