Der Dokumentarfilm von Pierre-Olivier François und Jean-Marc Dreyfus, der am 10. Juni auf Arte ausgestrahlt wurde, bietet einen detaillierten und erschreckenden Einblick in einen spezifischen, aber zentralen Aspekt der Besatzungszeit: die staatliche Kollaboration, verkörpert durch zwei ebenso komplementäre wie wichtige Persönlichkeiten, den Franzosen Fernand de Brinon und den Deutschen Otto Abetz. Der Film begnügt sich nicht mit einem oberflächlichen Überblick über diese Zeit, sondern analysiert die Mechanismen ihres Handelns, ihre ideologischen und persönlichen Motive sowie die verhängnisvollen Folgen ihrer Zusammenarbeit. Ein wichtiger Dokumentarfilm, der sich auf zwei Lebenswege konzentriert und eine eindringliche Warnung ausspricht. Anhand von Archivbildern und bisher unveröffentlichten Zeugenaussagen zeigt er, wie persönliche Ambitionen, ideologische Überzeugungen und dieselbe politische Blindheit Menschen zu Werkzeugen eines totalitären Regimes, des Nazi-Regimes, machen und sie zu Komplizen der schlimmsten Gräueltaten werden lassen.
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