LNG-Tanker im Zentrum der globalen Energieflüsse, die durch die Straße von Hormus verlaufen — Foto © European-Security Muss der Soldat Trump gerettet werden? (2) Ein vor Anker liegender Supertanker, dessen Wasserlinie und Seitenwände nach Monaten erzwungener Untätigkeit von Rost und Salz zerfressen sind – Foto © European-Security Die Blockade der Straße von Hormus (1) Gegen Willkür auf See: Die Herausforderung von Ormuz von Jean-Patrick Dayras — LNG-Tanker bei der Durchfahrt durch die Meerenge — Foto © Eurooean-Security Die Straße von Hormus: Seerecht gegen das Gesetz des Dschungels An Bord der Air Farce One: Donald landet in der Boeing, die ihm sein ehemaliger saudischer Verbündeter geschenkt hat — KI Foto © European-Security Der Tartuffe der Tundra oder Das Dinner der Könige Hinter dem Spiegel von Epstein: Wie der Kreml seine eigenen Laster projiziert, um die Apokalypse in der Ukraine zu rechtfertigen. _ Illustration © European Security Der Fall Epstein: Ein Glücksfall für die russische Propaganda In München, wo J.D. Vance ausgebuht worden war, wurde Marco Rubio beklatscht. Foto: MSC.Kuhlmann Auf dem Weg zu einer neuen Sicherheitsarchitektur Nach dem Gesellschaftsskandal, die Spionageoperation — Infografik © European-Security Die Causa Epstein: Die Hand des Kremls im „Honigtopf“ Nothing is big enough to capture the global genius of the MAGA god Donald Trump — Illustration © European-Security Trump und Russland: Meister des Chaos oder Putins Asset? The USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group -— U.S. Navy Photo Der Irankrieg ohne den Iran Pete Hegseth und Donald Trump — US War Department Foto Europa-USA: Der große Bruch Prâsident Volodymyr Selenskyj in Davos — Foto © WEF Ciaran McCrickard Der Tag, an dem Selenskyj anbot, Europas Sicherheit zu erkaufen Der kanadische Premierminister Mark Carney – Foto © World Economic Forum 2026 / Claran McCrickard Genug ist genug: Das Ende der transatlantischen Unschuld Dänemark: In Putins Fadenkreuz Dreimotorige JU-52 AAC1 Nr. 254 (Maine Geschwader) in Tempelhof – Fotosammlung © Pierre Cornu 1948: Der Genie-Streich von Tegel „Der Mitternachtshammer“: Für wen läutet die Glocke?

Hintergrund

Léon XIV et Donald Trump — Photo IA © European-Security
Leitartikel

Zwei Amerikaner: ein Staatsoberhaupt, ein Kirchenoberhaupt — Tag und Nacht

Jahrzehntelang verkörperte Amerika für jeden Europäer, insbesondere für jeden Franzosen, eine Schuld des Herzens und des Blutes. Keine politische Meinungsverschiedenheit, keine wirtschaftliche Divergenz konnte diese grundlegende Dankbarkeit erschüttern, die in der Erde der Normandie, im Schlamm der Ardennen und in den Soldatenfriedhöfen besiegelt liegt, wo Tausende junger GIs ruhen, die für unsere Freiheit starben. Das transatlantische Bündnis war nicht nur ein auf Papier unterzeichneter Vertrag; es war eine Waffen- und Ideenbrüderschaft.

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Mark Carney, Premier ministre canadien à la tribune du Parlement européen le 17 septembre 2026 — Photo © Parlement Européen
Hintergrund

Danke, Donald: Das Chaos, das die Karten der Welt neu gemischt hat

Achtzehn Monate der Unordnung: ein Präsident, der seine Verbündeten demütigt, die eigenen Munitionsvorräte erschöpft, russische Hilfe für einen Gegner normalisiert, der amerikanische Soldaten tötet — und der, ohne es zu wollen, vielleicht mehr für die strategische Autonomie Europas getan hat als zehn Jahre Reden. Die Frage ist, wie lange die Welt noch mit verschränkten Armen darauf wartet, dass ihm das jemand ins Gesicht sagt.

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Bab el mandeb — Carte Levant Time/Roger Barake
Jérôme Denariez

Ormuz, Rotes Meer: Der Golfkrieg erreicht die europäischen Budgets

Der Iran wird wahrscheinlich geschwächt aus dem Konflikt hervorgehen. Das bedeutet nicht, dass die Vereinigten Staaten als Sieger hervorgehen werden. Seit einigen Wochen wirkt dieser Krieg weniger auf Territorien oder militärische Fähigkeiten als auf Warenströme, Fristen, Kosten und Erwartungen. Für europäische Unternehmen, die gerade ihre Budgets für 2027 aufstellen, ist Ormuz längst keine ferne geopolitische Frage mehr.

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Claude Martin, Ambassadeur de France — Photo Éditions L'Aube
Hintergrund

Sechzig Jahre gewählte Vasallentreue (1)

Claude Martin war von 1999 bis 2007 Botschafter Frankreichs in Deutschland. Doch lange bevor er dieses Amt übernahm, war er bereits ein stiller Zeuge des Geschehens — ein junger Diplomat in Bonn in den 1960er-Jahren, Mitglied des „Centre d’analyse et de prévision“ des Quai d’Orsay in den 1970er-Jahren, stellvertretender Generalsekretär in den 1990er-Jahren. In seinen Memoiren Quand je pense à l’Allemagne, la nuit (L’Aube, 2023) erzählt er, Szene für Szene, von sechs Jahrzehnten desselben deutschen Reflexes gegenüber Washington — ein Reflex, der sich durch alle Regierungen, alle politischen Farben zieht, und den kein Bundeskanzler, nicht einmal die gaullistisch kompatibelsten, je wirklich durchbrochen hat. Was Bush 1989 in Mainz eröffnete, ohne es beim Namen zu nennen, hatte Claude schon dreißig Jahre zuvor geduldig heranreifen sehen.

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Canadair survolant le port de Saint-Raphaël — Archives © Joël-François Dumont
Jérôme Denariez

Wenn die Krise an unserer Stelle entscheidet

Frankreich mangelt es nicht immer an Mitteln. Was manchmal fehlt, ist ein System, das in der Lage ist, sie verfügbar zu machen, zuzuteilen und zu integrieren, bevor die Dringlichkeit dies an seiner Stelle übernimmt. Doch in der Prüfung hat es Mut und Solidarität bewiesen.

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Jérôme Denariez — Photo © DR
Jérôme Denariez

Hormus: Die Rückkehr der Realität

In seinem bemerkenswerten ersten Essay, Clausewitz in Hormus: Das unmögliche Memorandum, ließ uns Jérôme Denariez in die Verstrickungen einer absurden Diplomatie eintauchen und zeigte auf, wie unmöglich ein rationaler Kompromiss ist, wenn die Logik des […]

Der Orient und die warmen Meere

Le poète devant Mascate - Hedy — Illustration © European-Security
Der Orient und die warmen Meere

Dreizehn Jahre Beständigkeit: Hedy, der Jemen und Arabien

„Ich bin es leid, über Arabien und den Jemen zu schreiben, weil ich jedes Mal das Gefühl habe, mich zu wiederholen“: Mit diesen Worten schickte uns Hedy Belhassine vor wenigen Tagen acht seiner zwischen 2013 und 2022 verfassten Texte. Statt eine zu beklagende Ermüdung zu sein, ist dieses Gefühl der Wiederholung in Wirklichkeit der beste Beweis für die Treffsicherheit seines Blicks: Was Hedy damals bereits beobachtete, hat die Nachrichtenlage des Septembers 2026 nun fast Zug um Zug bestätigt.

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Détroit de Bab el Mandeb — Photo © European-Security
Admiral Christian Girard

Die Straße von Bab-el-Mandeb — Auf dem Weg zu einer europäischen Reaktion?

Admiral Christian Girard liefert hier eine sachliche, historisch fundierte Einordnung, die sich deutlich von der medialen Erregung des Augenblicks abhebt. Während sich die Fernsehstudios über die gleichzeitige Schließung der beiden großen maritimen Nadelöhre der arabischen Halbinsel alarmieren, erinnert er an einen strukturellen Unterschied, der zu oft übersehen wird: Hormus hat keinerlei seeseitige Alternative, während Bab-el-Mandeb stets über das Kap der Guten Hoffnung umfahren werden kann — eine Route, auf die seit 2024 bereits ein Großteil des Verkehrs ausweicht. Ein Detail verdient Beachtung: Die Insel Perim, vor der ein französischer Zerstörer in den 1970er-Jahren durch jemenitisches Panzerfeuer getroffen wurde, ist genau jene Insel, die die Houthis soeben eingenommen haben — unter ihrem heutigen arabischen Namen Mayyun. Fünfzig Jahre trennen somit die beiden Ereignisse, am exakt selben Ort.

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Il ne s’agit pas de sauver le soldat Trump, mais de défendre l’Europe — Photo © European Security
Marine

Die Straße von Hormus wieder geöffnet?

Die erneute amerikanische Militäroffensive gegen den Iran wurde im Februar 2026 wieder aufgenommen, nach dem von Israel im Juni 2025 ausgelösten Zwölf-Tage-Krieg. Die letzten zwei Monate waren geprägt von geostrategischer Unsicherheit — gegenseitigen Vernichtungsdrohungen, rechtlichen Forderungen, Bombardierungen im Golf, Zusammenstößen in der Meerenge, einem vereinbarten und rasch wieder aufgekündigten Waffenstillstand. Doch inzwischen scheint sich zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ein unsicherer und instabiler Status quo eingestellt zu haben — insbesondere in Bezug auf die Straße von Hormus, aber auch auf die übrigen Streitpunkte des Konflikts, wobei jede Seite fest auf ihren Positionen und Forderungen beharrt.

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Waffensysteme

Pixabay_Lips — Photo Stux
Waffensysteme

Souveränität, Aufrüstung und Augenauswischerei am Vorabend der Wahl

Die Wahl, die am 6. September in Sachsen-Anhalt stattfindet, wirkt auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Zwischenwahl – eine innenpolitische Abrechnung. Dem ist nicht so. Was hier tatsächlich auf dem Prüfstand steht, ist die Fähigkeit des Kontinents, als strategische Macht zu überleben – in einem Moment, in dem sich jede europäische Regierung zur Souveränität bekennt und zugleich still ihre Abhängigkeit organisiert.

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Projection d’une frégate FDI naviguant en environnement arctique — illustration imaginant le futur rayon d’action des unités suédoises de classe Luleå, appelées à opérer bien au-delà de la seule mer Baltique — Illustration IA © Naval Group
Pressespiegel

Wer verliert, gewinnt im hohen Norden?

Am Montag, den 31. August, besiegelten Emmanuel Macron und Ulf Kristersson an Bord der in Stockholm festgemachten Fregatte Amiral Ronarc’h eine zehn Jahre alte französisch-schwedische Verteidigungspartnerschaft, die für Jahrzehnte angelegt ist — vier Fregatten, ein strategisches Rahmenabkommen, eine nukleare Lenkungsgruppe, französische Truppen in der schwedischen Arktis. In Frankreich blieb das Ereignis weitgehend unter dem medialen Radar. In Skandinavien machte es Schlagzeilen, löste Debatten und mitunter Kontroversen aus. Eine Presseschau.

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Le tableau de bord des horloges : production, R&D, déploiement, maintenance — piloter simultanément plusieurs temporalités, l’enjeu central d’une BITD moderne — Illustration IA © European-Security
Jérôme Denariez

Eine Verteidigungsindustrie, mehrere Uhren

Debatten über die Kriegswirtschaft werden oft auf eine Frage des Volumens reduziert: wie viele Granaten, Drohnen, Panzer, Milliarden? Diese Lesart ist notwendig, aber unzureichend. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass eine Verteidigungsindustrie- und Technologiebasis (BITD) nicht nach einem einzigen Rhythmus funktioniert. Sie muss gleichzeitig Plattformen unterhalten, die für mehrere Jahrzehnte konzipiert sind, Verbrauchsgüter in Massen produzieren, Systeme innerhalb weniger Wochen modifizieren, einen nicht verfügbaren Lieferanten ersetzen, Produktionssteigerungen finanzieren und weiterproduzieren, selbst wenn die eigene industrielle Tiefe selbst zum Ziel wird.

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Nachrichtendienste

Portrait de Robert Maxwell — Illustration © European-Security
Nachrichtendienste

Die Causa Epstein: Die Hand des Kremls im „Honigtopf“

Zwei Jahrzehnte lang war der Fall Epstein auf das Register des Sexskandals beschränkt. Zu Beginn des Jahres 2026 enthüllen die massive Freigabe von 3 Millionen Seiten des US-Justizministeriums und europäische Ermittlungen eine weitaus düstere Realität: Die Operation „Epstein“ war nur die Spitze des Eisbergs eines Mechanismus zur „Staatsvereinnahmung“ (State Capture) und finanziellen Destabilisierung, der von Moskau aus gesteuert wurde.

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MI5-Headquarters, Vauxhall Cross © European-Security
Nachrichtendienste

Vereinigtes Königreich: Das Ende von „Keep Calm and Carry On“

Lange Zeit ließ sich die Tradition des britischen Geheimdienstes mit der bloßen Existenz seiner Dienste zusammenfassen: Offiziell existierten sie nicht. Doch im letzten Jahrzehnt hat London eine radikale kulturelle Revolution vollzogen und ist vom Kult der Geheimhaltung zu einer Strategie der „offensiven Transparenz“ übergegangen. Während Frankreich bei der Zuordnung von Angriffen bisweilen diskret bleibt, hat sich das Vereinigte Königreich entschieden, seine Bevölkerung zu informieren, um sie zu stärken. Ken McCallum, der Chef des MI5, den wir in unserem vorangegangenen Dossier über Dänemark zitierten, hatte bereits das Eis gebrochen, indem er die inneren Bedrohungen auf britischem Boden offenlegte.

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La flotte fantôme russe — Illustration European-Security
Nachrichtendienste

Dänemark: In Putins Fadenkreuz

Dänemark, der strategische Wächter der Ostseestraßen und Hüter der Arktis, flüstert nicht mehr: Es schlägt Alarm. In ihrer neuen gemeinsamen Bewertung zeichnen der militärische Nachrichtendienst (FE) und der Inlandsnachrichtendienst (PET) das erschreckende Bild einer Welt, in der nun „Macht vor Recht“ geht. Weit davon entfernt, ein einfacher geopolitischer Wetterbericht zu sein, offenbart dieser Bericht einen brutalen Wandel: Kopenhagen ist zu einem vorrangigen Ziel geworden. Russland, dessen Wirtschaft auf totale Kriegsproduktion umgestellt hat, beschränkt sich nicht mehr auf die Ukraine, sondern bereitet aktiv physische Sabotageakte gegen kritische europäische Infrastrukturen vor.

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Georgia_Tbilissi_Lenine_Freshu
Nachrichtendienste

Nützliche Idioten und Weggefährten (1)

Todd Leventhal, Experte für Desinformationsbekäm-pfung, konzentriert sich hier auf die Konzepte der „nützlichen Idioten” und „Mitläufer”. Es handelt sich dabei um Personen, die bewusst oder unbewusst manipuliert werden, um pro-sowjetische oder pro-rus-sische Narrative zu verbreiten, oft durch die Weitergabe von Verschwörungstheorien. Er unterscheidet sorgfältig zwischen verschiedenen Ebenen der Sympathie und Zusammenarbeit und betont, wie wichtig es ist, genaue Unterscheidungen zu treffen, um Desinformation wirksam zu bekämpfen.

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Frtitz W. Ermath (CIA)
Nachrichtendienste

Gelenkte Information: Die Geheimwaffe des russischen Einflusses (3)

Die gelenkte Information ist eine Technik sowjetischer und russischer Einflussoperationen, die wahre, oft heimlich beschaffte Informationen nutzt, um bestimmte Zielpersonen zu manipulieren. In diesem neuen Artikel erklärt Tod Leventhal den Unterschied zwischen Desinformation (falschen oder verzerrten Informationen) und der „gelenkten Information“, indem er KGB-Handbücher und historische Beispiele wie die Iran-Contra-Affäre zitiert. Um dies besser zu verstehen, ist es hilfreich, die von den russischen Diensten verwendete Terminologie zu kennen.

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Stimmen der Dämmerung

Air Farce One - Donald arrive avec son nouveau conseiller Doni Darko à Washington — Photo AI © European-Security
Stimmen der Dämmerung

Der Blut-Zirkus von Mar-a-Lago

Der Blut-Zirkus von Mar-a-Lago „Dummheit ist unheilbar, aber man kann sie inszenieren.“ — Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière. Angesichts des Zusammenbruchs diplomatischer Kodizes und des Aufstiegs der „Heiligen Monster“ von Mar-a-Lago und der Tundra scheint der […]
bande à Audiard
Stimmen der Dämmerung

Der Tartuffe der Tundra oder Das Dinner der Könige

Anstatt einer langen Zusammenfassung widersprüchlicher Tweets und täglichen Imponiergehabes haben wir uns für das schwere Geschütz entschieden. Wir haben im Geiste zwei Meister der menschlichen Komödie herbeigerufen, um den neuen ‚Herrn der Welt‘ zu beobachten. Stellen Sie sich die Kulisse vor: der neue Ballsaal im Weißen Haus, Goldverzierung dick aufgetragen wie mit der Kelle und eine Diplomatie wie im Kasino. Unsichtbar an der Bar betrachten Jean-Baptiste Poquelin (Molière) und Michel Audiard das Spektakel. Der eine rückt angesichts des Betrugs seine Perücke zurecht, der andere bereitet seine Wortkaskaden gegen jene ‚Idioten vor, die sich alles trauen‘.

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Portrait du Général de Gaulle — National Gallery, Londres (1940)
Stimmen der Dämmerung

Die Architektur der Scheiterns (1)

In Fortführung unserer Serie über die großen Zeugen der Zeitgeschichte bietet Ihnen European-Security diesen tiefen Einblick in die strukturellen Wurzeln unseres Scheiterns. Nach der Auseinandersetzung mit dem „Dämmern der Nationen“ widmet sich dieses neue Werk, […]

AKAMASOA

Pressespiegel

Le bateau de la CDU sombre dans la Spree avec son commandant, Friedrich Merz © European-Security
Pressespiegel

Fluctuat et mergitur (2)

Am 20. September 2026 erlitt Deutschland einen Wahlschiffbruch von einer seit 1949 beispiellosen Brutalität. Frankreich hat seinen eigenen 20. September noch nicht erlebt — doch es zeigt bereits alle Symptome, nur über einen langsameren Kalender verteilt: eine radikale Linke, die Boden gewinnt, Methode für Methode statt Urnengang für Urnengang; eine radikale Rechte, gespalten zwischen Entdämonisierung und Überbietung; und zwei äußere Paten, der eine in Washington, der andere in Moskau, die auf beiden Seiten des Rheins applaudieren. „Fluctuat et mergitur“: das Pariser Motto, um ein Wort gedreht, könnte ebenso gut für Berlin gelten. Die am Ende des ersten Beitrags gestellte Frage verdient eine Antwort: Dasselbe Schwindelgefühl erfasst beide Länder. Nur eben nicht im selben Tempo.

[…]

Allo, Allo, Madame la marquise... Illustration IA © European-Security
Pressespiegel

„CDU: Sehen Sie das auch?“ (1)

Deutschland hat zweimal in zwei Wochen gewählt, und zweimal lautete das Urteil auf dasselbe Wort: „Desaster“. Am 20. September 2026 wurde Friedrich Merz‘ CDU schlicht und einfach aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geworfen — ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik —, während sie in Berlin von einer radikalen Linkspartei, Die Linke, überholt wurde, deren Kandidatin nur knapp am Rathaus vorbeischrammte. Am Abend der Ergebnisse stand Friedrich Merz allein auf der Bühne des Konrad-Adenauer-Hauses. Diesmal wartete niemand bis zum nächsten Tag, um sich zu äußern.

[…]

Ulrich Siegmund, le grand vainqueur de l'AfD — Illustration IA © European-Security
Pressespiegel

CDU: Die Revolte vor der Zeit

Deutschland durchlebt eine schwere politische Krise infolge des überwältigenden Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt im September 2026. Dieses Wahlbeben löst den historischen Zusammen-bruch der CDU aus und stürzt ihren Vorsitzenden Friedrich Merz angesichts interner Widerstände […]
"Une du Spiegel n° 34, 14.8.2026 — © Der Spiegel",
Pressespiegel

Sachsen-Anhalt: Die AfD-Flutwelle

Am Sonntag, den 6. September, wählten 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Das Ergebnis — eine AfD nahe 44 %, eine am Boden liegende CDU, eine SPD, die den Schaden begrenzt, […]
Projection d’une frégate FDI naviguant en environnement arctique — illustration imaginant le futur rayon d’action des unités suédoises de classe Luleå, appelées à opérer bien au-delà de la seule mer Baltique — Illustration IA © Naval Group
Pressespiegel

Wer verliert, gewinnt im hohen Norden?

Am Montag, den 31. August, besiegelten Emmanuel Macron und Ulf Kristersson an Bord der in Stockholm festgemachten Fregatte Amiral Ronarc’h eine zehn Jahre alte französisch-schwedische Verteidigungspartnerschaft, die für Jahrzehnte angelegt ist — vier Fregatten, ein strategisches Rahmenabkommen, eine nukleare Lenkungsgruppe, französische Truppen in der schwedischen Arktis. In Frankreich blieb das Ereignis weitgehend unter dem medialen Radar. In Skandinavien machte es Schlagzeilen, löste Debatten und mitunter Kontroversen aus. Eine Presseschau.

[…]

Illustration générée par AI diffusée sur X
Pressespiegel

Epstein: Das Schweigen und die Schreie

Der 30. Januar 2026 wird als das Datum in Erinnerung bleiben, an dem aus einer „Vermischten Meldung“ eine allgemeine Staatskrise wurde. Mit der Freigabe von 3 Millionen Seiten durch die US-Justiz wurde die Büchse der Pandora geöffnet und eine brutale, diskordante Symphonie freigesetzt. Auf der einen Seite die Schreie: der krachende Fall von Lord Mandelson in London, der politische Aufruhr um Jack Lang in Paris und der Sicherheitsalarm, der in Berlin hallt. Auf der anderen Seite das Schweigen: die diplomatische Omertà Moskaus, Pekings und der Golfstaaten, die ebenso bedeutungsschwer ist wie die Enthüllungen selbst. Hier ist die Anatomie einer Woche, in der die westliche Welt mit Entsetzen das wahre Ausmaß der Falle entdeckte, die Jeffrey Epstein gestellt hatte.

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Léon XIV et Donald Trump — Photo IA © European-Security
Leitartikel

Zwei Amerikaner: ein Staatsoberhaupt, ein Kirchenoberhaupt — Tag und Nacht

Jahrzehntelang verkörperte Amerika für jeden Europäer, insbesondere für jeden Franzosen, eine Schuld des Herzens und des Blutes. Keine politische Meinungsverschiedenheit, keine wirtschaftliche Divergenz konnte diese grundlegende Dankbarkeit erschüttern, die in der Erde der Normandie, im Schlamm der Ardennen und in den Soldatenfriedhöfen besiegelt liegt, wo Tausende junger GIs ruhen, die für unsere Freiheit starben. Das transatlantische Bündnis war nicht nur ein auf Papier unterzeichneter Vertrag; es war eine Waffen- und Ideenbrüderschaft.

[…]

Le bateau de la CDU sombre dans la Spree avec son commandant, Friedrich Merz © European-Security
Pressespiegel

Fluctuat et mergitur (2)

Am 20. September 2026 erlitt Deutschland einen Wahlschiffbruch von einer seit 1949 beispiellosen Brutalität. Frankreich hat seinen eigenen 20. September noch nicht erlebt — doch es zeigt bereits alle Symptome, nur über einen langsameren Kalender verteilt: eine radikale Linke, die Boden gewinnt, Methode für Methode statt Urnengang für Urnengang; eine radikale Rechte, gespalten zwischen Entdämonisierung und Überbietung; und zwei äußere Paten, der eine in Washington, der andere in Moskau, die auf beiden Seiten des Rheins applaudieren. „Fluctuat et mergitur“: das Pariser Motto, um ein Wort gedreht, könnte ebenso gut für Berlin gelten. Die am Ende des ersten Beitrags gestellte Frage verdient eine Antwort: Dasselbe Schwindelgefühl erfasst beide Länder. Nur eben nicht im selben Tempo.

[…]

Allo, Allo, Madame la marquise... Illustration IA © European-Security
Pressespiegel

„CDU: Sehen Sie das auch?“ (1)

Deutschland hat zweimal in zwei Wochen gewählt, und zweimal lautete das Urteil auf dasselbe Wort: „Desaster“. Am 20. September 2026 wurde Friedrich Merz‘ CDU schlicht und einfach aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geworfen — ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik —, während sie in Berlin von einer radikalen Linkspartei, Die Linke, überholt wurde, deren Kandidatin nur knapp am Rathaus vorbeischrammte. Am Abend der Ergebnisse stand Friedrich Merz allein auf der Bühne des Konrad-Adenauer-Hauses. Diesmal wartete niemand bis zum nächsten Tag, um sich zu äußern.

[…]

Le poète devant Mascate - Hedy — Illustration © European-Security
Der Orient und die warmen Meere

Dreizehn Jahre Beständigkeit: Hedy, der Jemen und Arabien

„Ich bin es leid, über Arabien und den Jemen zu schreiben, weil ich jedes Mal das Gefühl habe, mich zu wiederholen“: Mit diesen Worten schickte uns Hedy Belhassine vor wenigen Tagen acht seiner zwischen 2013 und 2022 verfassten Texte. Statt eine zu beklagende Ermüdung zu sein, ist dieses Gefühl der Wiederholung in Wirklichkeit der beste Beweis für die Treffsicherheit seines Blicks: Was Hedy damals bereits beobachtete, hat die Nachrichtenlage des Septembers 2026 nun fast Zug um Zug bestätigt.

[…]

Mark Carney, Premier ministre canadien à la tribune du Parlement européen le 17 septembre 2026 — Photo © Parlement Européen
Hintergrund

Danke, Donald: Das Chaos, das die Karten der Welt neu gemischt hat

Achtzehn Monate der Unordnung: ein Präsident, der seine Verbündeten demütigt, die eigenen Munitionsvorräte erschöpft, russische Hilfe für einen Gegner normalisiert, der amerikanische Soldaten tötet — und der, ohne es zu wollen, vielleicht mehr für die strategische Autonomie Europas getan hat als zehn Jahre Reden. Die Frage ist, wie lange die Welt noch mit verschränkten Armen darauf wartet, dass ihm das jemand ins Gesicht sagt.

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Infoguerre (EUvsDiSiNFO) – Informationskrieg – Information Warfare

Poutine_Désinformation — Célébration d’une nouvelle guerre Par EUvsDisinfo | mai 15, 2025
Informationskrieg

Sachsen-Anhalt: Die russische Desinformationskampagne vor der Wahl

In den letzten Tagen vor der Wahl am 6. September versuchte eine von den deutschen Behörden dem Netzwerk „Storm-1516“ zugeschriebene Einflussoperation — verbunden mit dem russischen Militärgeheimdienst (GRU) —, die Briefwahl in Sachsen-Anhalt zu diskreditieren. Es war kein Einzelfall: Dieselbe Kampagne hatte bereits wenige Wochen zuvor den amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) über einen gefälschten Klon der Website der Süddeutschen Zeitung ins Visier genommen.

[…]

Infoguerre — Illustration © European-Securitya
Jérôme Denariez

Informationskrieg: Wer kontrolliert wirklich das Narrativ Ihres Unternehmens?

Führungskräfte denken oft in Zahlen, Verträgen und Compliance. Sie haben Recht. Aber in einem informationsgesättigten Umfeld reicht das nicht mehr aus. Ein Unternehmen kann geprüfte Abschlüsse, ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine geordnete Organisation vorweisen und dennoch durch eine andere Realität geschwächt werden. Die Realität, die außerhalb der Akten zirkuliert. Diejenige, die in Netzwerken, Foren, der Lokalpresse und in Gesprächen vor Ort entsteht.

[…]

Dezinformatzia & Soviet Active Measures — Illustration IA © Eiuropean-Security
Informationskrieg

Dezinformatzia

Seit fast nunmehr 30 Jahren befürchtet die ëffentliche Meinung im Westen einen dritten weltweiten Konflikt, der diesmal -weil mas­ siv Nuklearwaffen eingesetzt würden – apokalyptische AusmaBe an­ nehmen würde. Was wir in der Tat aber bereits erleben, ist ein hin­ terhaltiger, heimtückischer Krieg, der von den meisten unserer Mit­ bürger erst gar nicht wahrgenommen wird. Dieser Krieg wird von ei­ nem Feind geführt, der sich je nach Bedarf des Umsturzes, der Un­ terwanderung, der Spionage, des Terrorismus und der Desinformation bedient. Dieser Feind hat eine Taktik entworfen, Techniken entwik­ kelt und immer raffiniertere Methoden verwendet, die einzig darauf zielen, in die Schwachstellen unseres demokratischen Systems einzu­ dringen, um es zu lahmen. Und das allein in der Absicht, die welt­ weite Vorherrschaft eines totalitaren Systems zu verankern – eines Systems, dessen erklarte Strategie ist, weltweit einen psycho-poli­tischen Krieg zu führen, den die marxistische Terminologie als « in­ternationalen Klassenkampf » bezeichnet.

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