Metz vaut bien une messe
Pressespiegel

Glücklich wie Leo XIV. in Europa! (1)

Vier Tage, fünf Etappen, 2.500 akkreditierte Journalisten aus 52 Ländern, vor 800.000 Menschen, die sich auf dem Concorde-Platz versammelten, einem sichtlich glücklichen Papst gegenüber. Anderthalb Millionen Franzosen machten sich auf, um Papst Leo zu begegnen: Mehr als zwei Millionen verfolgten diesen Papstbesuch im Fernsehen. So etwas gab es seit der Befreiung von Paris nicht mehr! Die Redaktionen schickten ihre besten Federn, um den ersten Frankreich-Besuch von Papst Leo XIV. zu begleiten. Vergleicht man ihre Perspektiven, fällt zuerst auf: Ihre Berichte erzählen, mit denselben Fakten, fünf unterschiedliche Reisen.

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trump a mis le feu chez ses alliés et arrose ses potes — Illustration © European-Security
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Viel Schein, wenig Sein

Drei Tage roter Teppich, ein zweimonatiger Zollwaffenstillstand, und ein Befund, der sich durch die gesamte internationale Presse zieht: Der Xi-Trump-Gipfel in Washington (24.-25. September 2026) wird als diplomatische Inszenierung in Erinnerung bleiben, die inhaltlich nahezu […]
Le bateau de la CDU sombre dans la Spree avec son commandant, Friedrich Merz © European-Security
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Fluctuat et mergitur (2)

Am 20. September 2026 erlitt Deutschland einen Wahlschiffbruch von einer seit 1949 beispiellosen Brutalität. Frankreich hat seinen eigenen 20. September noch nicht erlebt — doch es zeigt bereits alle Symptome, nur über einen langsameren Kalender verteilt: eine radikale Linke, die Boden gewinnt, Methode für Methode statt Urnengang für Urnengang; eine radikale Rechte, gespalten zwischen Entdämonisierung und Überbietung; und zwei äußere Paten, der eine in Washington, der andere in Moskau, die auf beiden Seiten des Rheins applaudieren. „Fluctuat et mergitur“: das Pariser Motto, um ein Wort gedreht, könnte ebenso gut für Berlin gelten. Die am Ende des ersten Beitrags gestellte Frage verdient eine Antwort: Dasselbe Schwindelgefühl erfasst beide Länder. Nur eben nicht im selben Tempo.

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Allo, Allo, Madame la marquise... Illustration IA © European-Security
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„CDU: Sehen Sie das auch?“ (1)

Deutschland hat zweimal in zwei Wochen gewählt, und zweimal lautete das Urteil auf dasselbe Wort: „Desaster“. Am 20. September 2026 wurde Friedrich Merz‘ CDU schlicht und einfach aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern geworfen — ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik —, während sie in Berlin von einer radikalen Linkspartei, Die Linke, überholt wurde, deren Kandidatin nur knapp am Rathaus vorbeischrammte. Am Abend der Ergebnisse stand Friedrich Merz allein auf der Bühne des Konrad-Adenauer-Hauses. Diesmal wartete niemand bis zum nächsten Tag, um sich zu äußern.

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Ulrich Siegmund, le grand vainqueur de l'AfD — Illustration IA © European-Security
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CDU: Die Revolte vor der Zeit

Deutschland durchlebt eine schwere politische Krise infolge des überwältigenden Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt im September 2026. Dieses Wahlbeben löst den historischen Zusammen-bruch der CDU aus und stürzt ihren Vorsitzenden Friedrich Merz angesichts interner Widerstände […]
"Une du Spiegel n° 34, 14.8.2026 — © Der Spiegel",
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Sachsen-Anhalt: Die AfD-Flutwelle

Am Sonntag, den 6. September, wählten 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Das Ergebnis — eine AfD nahe 44 %, eine am Boden liegende CDU, eine SPD, die den Schaden begrenzt, […]
Projection d’une frégate FDI naviguant en environnement arctique — illustration imaginant le futur rayon d’action des unités suédoises de classe Luleå, appelées à opérer bien au-delà de la seule mer Baltique — Illustration IA © Naval Group
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Wer verliert, gewinnt im hohen Norden?

Am Montag, den 31. August, besiegelten Emmanuel Macron und Ulf Kristersson an Bord der in Stockholm festgemachten Fregatte Amiral Ronarc’h eine zehn Jahre alte französisch-schwedische Verteidigungspartnerschaft, die für Jahrzehnte angelegt ist — vier Fregatten, ein strategisches Rahmenabkommen, eine nukleare Lenkungsgruppe, französische Truppen in der schwedischen Arktis. In Frankreich blieb das Ereignis weitgehend unter dem medialen Radar. In Skandinavien machte es Schlagzeilen, löste Debatten und mitunter Kontroversen aus. Eine Presseschau.

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Illustration générée par AI diffusée sur X
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Epstein: Das Schweigen und die Schreie

Der 30. Januar 2026 wird als das Datum in Erinnerung bleiben, an dem aus einer „Vermischten Meldung“ eine allgemeine Staatskrise wurde. Mit der Freigabe von 3 Millionen Seiten durch die US-Justiz wurde die Büchse der Pandora geöffnet und eine brutale, diskordante Symphonie freigesetzt. Auf der einen Seite die Schreie: der krachende Fall von Lord Mandelson in London, der politische Aufruhr um Jack Lang in Paris und der Sicherheitsalarm, der in Berlin hallt. Auf der anderen Seite das Schweigen: die diplomatische Omertà Moskaus, Pekings und der Golfstaaten, die ebenso bedeutungsschwer ist wie die Enthüllungen selbst. Hier ist die Anatomie einer Woche, in der die westliche Welt mit Entsetzen das wahre Ausmaß der Falle entdeckte, die Jeffrey Epstein gestellt hatte.

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Conférence de presse Trump Poutine — Photo kremlin.ru
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Ein Gipfel der Symbole, nicht der Substanz

Der Gipfel vom 15. August 2025 in Anchorage, Alaska, zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin hat sich in der amerikanischen Medienanalyse als Fallstudie für politisches Theater erwiesen. Konzipiert, um einen großen diplomatischen Durchbruch zu erzielen, brachte er hauptsächlich symbolische und narrative Ergebnisse hervor, während er sein erklärtes Hauptziel verfehlte: die Beendigung des Krieges in der Ukraine. Die Berichterstattung der US-Presse über das gesamte ideologische Spektrum hinweg hat diesen Gipfel weitgehend nicht durch das, was vereinbart wurde, sondern durch das, was fehlte, definiert. Die Erzählung kristallisierte sich um den starken Kontrast zwischen einer grandiosen, hochriskanten Inszenierung und dem eklatanten Fehlen einer konkreten Vereinbarung.

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