Trump Portrait - Grok
Hintergrund

Trump II: Chaos und Mitleid

Seit seiner Wiederwahl prangern wir hier unermüdlich den Krieg an, den Donald Trump gegen Europa führt. In sechs Monaten hat er 80 Jahre westliches Bündnis zertrümmert, jenen Pakt, der den Frieden auf unserem Kontinent garantiert […]
Chavirage du Trump & Co en musique dans l'Arctyique — Illustration © European-Security
Fokus

In Anchorage: Die Vormachtstellung des Kreml-Chefs über das trunkene Schiff der amerikanischen Diplomatie

Der Anchorage-Gipfel, der am 15. August 2025 zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Prä-sidenten Wladimir Putin stattfand, wird von Laure Mandeville als „tragikomische Illustration” des diploma-tischen Versagens der USA dargestellt. Weit entfernt von einer Verhandlung handelte es sich um eine „sorgfältig ausgeführte russische Psychologische Operation”, die zu einem „strategischen Triumph für den Kreml und einer tiefen, selbstverschuldeten Demütigung für die Vereinigten Staaten” führte. Der Gipfel habe „die Vorherrschaft eines berechnenden Meisters des Kremls über das „betrunkene Boot“ der amerikanischen Diplomatie“ offenbart, wobei Putin Trump als „Requisite in einem Drama der Erniedrigung seines eigenen Landes“ benutzt habe. Die Kernaussage lautet, dass die USA, getrieben vom Ego des Präsidenten und strategischer Inkompetenz, Putin unbeabsichtigt legitimiert, ihre eigene Glaubwürdigkeit untergraben und die europäische Sicherheitsordnung gefährlich gefährdet haben, indem sie die Ukraine zu territorialen Zugeständnissen gedrängt haben.

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Donald Trump Ramse
Hedy Belhassine

Der Friedensnobelpreis 2025 wird verliehen an…

Den Friedensnobelpreis für Donald Trump vorzuschla-gen, zeugt von einer großartigen Kühnheit, die fast so grotesk ist wie die Forderung nach dem Nobelpreis für Tugend für Rocco Siffredi. Letzterer hat kaum eine Chance, das Licht der Welt zu erblicken, denn seit 1968 ist es nicht mehr möglich, die Kategorien zu erweitern. Greta Thunberg wird also ebenfalls keinen Nobelpreis für militanten Umweltschutz erhalten.
Gewiss, die Dreistigkeit kennt keine Grenzen, besonders wenn große Egos im Sumpf der Selbstgefälligkeit planschen.

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Naufrage dans l'Arctique pour le Trump & Co — Illustration © European-Security
Hintergrund

Das betrunkene Schiff vor dem Kreml-Eisberg

Angesichts des Kreml-Chefs wirkt die amerikanische Diplomatie wie ein „betrunkenes Schiff“. Der Gipfel in Anchorage war ein tragikomisches Beispiel dafür. Donald Trump, der mit verblüffender Naivität damit prahlte, einen Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden zu können, ist in die Falle getappt, die ihm Wladimir Putin gestellt hatte. Letzterer, ein kaltblütiger Stratege und Anhänger der „Salamitaktik”, die darin besteht, seine Beute Stück für Stück zu zerlegen, wusste die Eitelkeit und Kurzsichtigkeit seines amerikanischen Amtskollegen geschickt auszunutzen. Der Bericht von Laure Mandeville, Sonderkorrespondentin des Figaro in Anchorage, ist eine der besten Analysen, die es gibt, um diese „Diplomatie der Demütigung” zu veranschaulichen. Um das Ziel des Kreml-Strategen besser zu verstehen, sollte man den Artikel von Laure Mandeville lesen und sich auf die Analyse von Françoise Thom in Le Monde beziehen, die das Bild vervollständigt.

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Conférence de presse Trump Poutine — Photo kremlin.ru
Presseschau

Ein Gipfel der Symbole, nicht der Substanz

Der Gipfel vom 15. August 2025 in Anchorage, Alaska, zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin hat sich in der amerikanischen Medienanalyse als Fallstudie für politisches Theater erwiesen. Konzipiert, um einen großen diplomatischen Durchbruch zu erzielen, brachte er hauptsächlich symbolische und narrative Ergebnisse hervor, während er sein erklärtes Hauptziel verfehlte: die Beendigung des Krieges in der Ukraine. Die Berichterstattung der US-Presse über das gesamte ideologische Spektrum hinweg hat diesen Gipfel weitgehend nicht durch das, was vereinbart wurde, sondern durch das, was fehlte, definiert. Die Erzählung kristallisierte sich um den starken Kontrast zwischen einer grandiosen, hochriskanten Inszenierung und dem eklatanten Fehlen einer konkreten Vereinbarung.

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Georgia_Tbilissi_Lenine_Freshu
Nachrichtendienste

Nützliche Idioten und Weggefährten (1)

Todd Leventhal, Experte für Desinformationsbekäm-pfung, konzentriert sich hier auf die Konzepte der „nützlichen Idioten” und „Mitläufer”. Es handelt sich dabei um Personen, die bewusst oder unbewusst manipuliert werden, um pro-sowjetische oder pro-rus-sische Narrative zu verbreiten, oft durch die Weitergabe von Verschwörungstheorien. Er unterscheidet sorgfältig zwischen verschiedenen Ebenen der Sympathie und Zusammenarbeit und betont, wie wichtig es ist, genaue Unterscheidungen zu treffen, um Desinformation wirksam zu bekämpfen.

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Frtitz W. Ermath (CIA)
Nachrichtendienste

Gelenkte Information: Die Geheimwaffe des russischen Einflusses (3)

Die gelenkte Information ist eine Technik sowjetischer und russischer Einflussoperationen, die wahre, oft heimlich beschaffte Informationen nutzt, um bestimmte Zielpersonen zu manipulieren. In diesem neuen Artikel erklärt Tod Leventhal den Unterschied zwischen Desinformation (falschen oder verzerrten Informationen) und der „gelenkten Information“, indem er KGB-Handbücher und historische Beispiele wie die Iran-Contra-Affäre zitiert. Um dies besser zu verstehen, ist es hilfreich, die von den russischen Diensten verwendete Terminologie zu kennen.

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Vladimir Pozner — Photo Augustas Didzgalvis
Nachrichtendienste

Verdeckte (schwarze) Propaganda: Vergangenheit und Gegenwart (5)

Angesichts der sich neu ordnenden geopolitischen und medialen Landschaft ist es unerlässlich, zu den Grund-lagen zurückzukehren. Aus diesem Grund veröffent-lichen wir diesen Sommer erneut die wegweisenden Studien von Todd Leventhal, dessen Arbeit die aktuellen Herausforderungen besser denn je beleuchtet. Das Ergebnis dieser Arbeit präsentieren wir Ihnen heute in französischer Sprache, beginnend mit den wegweisenden Analysen von Todd Leventhal.

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