Éditoriaux Défense Sécurité Terrorisme Zones de conflits Logistique Livres de référence Liens
Terre Air Mer Gendarmerie Renseignement Infoguerre Cyber Recherche

„Security 2002" : Aktuelle Zahlen zur allgemeinen Sicherheitslage

„Security 2002" : Aktuelle Zahlen zur allgemeinen Sicherheitslage

Quelle: Pressekonferenz Security 2002 (*), Messe Essen, Congress-Center West, den 26. Juni 2002. Beitrag von Georg Kriener, Kriminaldirektor, Dzernent im Landeskriminalamt, NRW. Stellv. Vorsitzender der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (KPK).

  • Schlechte Zeiten für Straftäter

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das Jahr 2001 einen Anstieg der erfassten Straftaten um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. In der Bundesrepublik Deutschland wurden insgesamt 6.363.865 Straftaten registriert. Davon entfielen auf die alten Bundesländer einschließlich Gesamtberlin 5.184.536 (+ 2,2 %) und auf die fünf neuen Bundesländer 1.179.329 (- 0,9 %) Fälle. Entgegen dem Trend sank die Zahl an Straf-taten in den Ländern Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Saarland sowie geringfügig in Schleswig-Holstein. Hamburg hat mit 12,1 % einen deutlichen Anstieg an Kriminalität zu verzeichnen, Nordrhein-Westfalen liegt mit einem Anstieg von 3,6 % leicht über dem Trend.

Die Kriminalitätshäufigkeit, damit sind die registrierten Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner gemeint, lag in den neuen Ländern mit 8.515 erfassten Straftaten deutlich höher als in den alten, einschließlich Gesamt-Berlin mit 7.579 Straftaten.

Im vergangenen Jahr konnte die Aufklärungsquote mit 53,1 % nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres (53,2 %) gehalten werden.

Eine Aufschlüsselung nach einzelnen Straftaten oder Gruppen von Straftaten ergibt ein differenzierteres Bild. Bei gravierenden Gewaltdelikten konnte ebenso wie bei der schweren und gefährlichen Körperverletzung wieder ein hohes Aufklärungsniveau erreicht werden. Schwerer Diebstahl und Sachbeschädigung gelten bei einer Aufklärungsquote von 15.0 % bzw. 27,5 % als schwer aufklärbar.

2001 wurden durch Aufklärung von 3.379.618 Straftaten insgesamt 2.280.611 Tatverdächtige ermittelt, ein leichtes Minus von 0,3 % (2000: 2.286.372 Tatverdächtige). Dabei nahm die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen mit deutscher Staatsangehörigkeit um 0,9 % auf 1.712.228 zu, während bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen ein Rückgang um 3,5 % auf 568.384 zu verzeichnen war. Der Anteil von tatverdächtigen Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft verringerte sich im vergangenen Jahr von 25,8 % auf 24,9 %.

Nach Lebensalter aufgeschlüsselt ergibt sich bei der Gesamtzahl der Tatverdächtigen ein uneinheitliches Bild:

Die Altersgruppe der Erwachsenen verzeichnete im Jahr 2001 einen leichten Rückgang der Tatverdächtigen um 0,4 %. (2000: 1.598.485; 2001: 1.591.870). Der Anteil dieser Altersgruppe beträgt ca. 70 % .

Auch die Zahl der Tatverdächtigen im Kindesalter (unter 14 Jahre) ging um 1,9 % zurück (2000: 145.834; 2001: 143.045 Kinder). Bei nahezu 50 Prozent der Tatverdächtigen wurde wegen Ladendiebstahls ermittelt.

Bei Jugendlichen (14 bis unter 18 Jahre) stieg die Zahl der Tatverdächtigen um 1,5 % (2000: 294 467; 2001: 298 983). Bemerkenswert bei dieser Altersgruppe ist, dass weniger gewordenen Delikte wie Ladendiebstahl und auch Raub registriert wurden. Deutlich zugenommen haben Sachbeschädigungen, sowie Leistungserschleichung (zum Beispiel „Schwarzfahren") in den neuen Bundesländern und Körperverletzungen in den alten Bundesländern.

Bei den Heranwachsenden sank die Anzahl an Tatverdächtigen erstmals seit 1994 geringfügig um 0,4 % (2000: 247.586; 2001: 246.713).

  • Gewaltkriminalität - Körperverletzungen nahmen zu

Im Bundesgebiet wurden 2001 insgesamt 188.413 Gewaltdelikte erfasst. Dies bedeutet einen Zuwachs von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Gewaltkriminalität an der Gesamtkriminalität betrug wie schon im Vorjahr 3,0 %. Die Aufklärungsquoten sind bei diesen gravierenden Delikten nach wie vor hoch (Mord und Totschlag: 94,1 %; Raub: 50,9 %; gefährliche und schwere Körperverletzung 83,8 %; Vergewaltigung einschließlich besonders schwerer Fälle sexueller Nötigung: 80,8 %).

Die leicht angestiegenen Fälle an Gewaltkriminalität sind im Wesentlichen auf einen Anstieg an gefährlichen und schweren Körperverletzungen um 2,9 % zurückzuführen. Der Anteil an Gewaltdelikten wie Mord und Totschlag sank dagegen ebenso wie alle Formen von Raub.

  • Kraftfahrzeugdelikte immer schwieriger

Der Diebstahl von Kraftwagen (einschließlich unbefugter Ingebrauchnahme) ist im Vergleich zum Vorjahr um 7.655 Fälle auf 75.408 Fälle zurückgegangen. Dieses bedeutet eine Abnahme um 9,2 %. Die Aufklärungsquote ging geringfügig auf 25,8 % (2000: 26,2 %) zurück.

Der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen ist um 4.517 Fälle auf 466.017 Fälle gestiegen, ein Plus von 1,0 %.

Der Diebstahl an Kraftfahrzeugen hat sich um 6.155 auf 152.909 Fälle, d. h. ein Rückgang um 3,9 %.

Der Diebstahl von Fahrrädern (einschließlich unbefugter Ingebrauchnahme) ist um 9.793 auf 401.072 Fälle gestiegen, das bedeutet eine Steigerung um 2,5 %.

Die Aufklärungsquoten stagnieren beim Fahrraddiebstahl, Diebstahl an und aus Kraftfahrzeugen nach wie vor auf niedrigem Niveau.

Auffallend ist der kontinuierlich starke Rückgang des erfassten Kraftfahrzeugdiebstahls. Dabei dürfte die Ausrüstung aller Neufahrzeuge mit elektronischen Wegfahrsperren eine große Rolle spielen.

  • Wohnungseinbruch – gravierender Eingriff in die Privatsphäre

Im Bundesgebiet wurden 2001 insgesamt 133.722 Wohnungseinbrüche erfasst, davon 45.365 Versuche. Das bedeutet einen Rückgang um 4,5 % (im Vorjahr 140.015 Fälle).

Der polizeilich registrierte Schaden bei den vollendeten Delikten des Wohnungseinbruchs beläuft sich auf 292 Millionen Euro. Nach wie vor gilt dennoch, dass jeder einzelne Fall des Wohnungseinbruchs ein gravierender Eingriff in die Privatsphäre der Opfer ist und starke Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls und damit der Lebensqualität nach sich zieht.

Über ein Drittel (36,4 %) aller erfassten Wohnungseinbrüche entfallen auf den Tageswohnungseinbruch (Tatzeit zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr). Im Vergleich zu 2000 ist auch hier ein Rückgang um 5,2 % zu verzeichnen.

Die Aufklärungsquoten des Wohnungseinbruchs weisen insgesamt eine steigende Tendenz auf. 1999 konnten 18,3 %, im Jahr 2000 17,7 % und im vergangen Jahr 18,7 % aller Delikte aufgeklärt werden.

Trotz des insgesamt leichten Anstiegs an Kriminalität um 1,6 % gehört die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich zu den sichersten Ländern.

Nach einer EMNID-Umfrage fühlen sich 70 % der deutschen Bevölkerung in ihrem Wohnumfeld „sehr sicher" bzw. „sicher". In den wichtigen Deliktsbereichen der Schwerkriminalität- dazu gehören Mord, Totschlag und Raub - die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders beeinträchtigen, ist es gelungen, die Zahl an Straftaten deutlich zu verringern.

Bund, Länder und Kommunen haben sehr viele Anstrengungen unternommen, die innere Sicherheit in Deutschland auf hohem Niveau zu gewährleisten. Zahlreiche Sicherheits- und Ordnungspartnerschaften, Kriminalpräventive Räte und Gremien, Landespräventionsräte und auch das im letzten Jahr gegründete Deutsche Forum für Kriminalprävention (DFK) leisten dazu wichtige Beiträge.

Bundesland

Erfasste

2001

Fälle

2000

Veränderung in %

Häufigkeitszahl

Baden-Württemberg

576 029

564 547

2,0

5 473

Bayern

703 329

683 110

3,0

5 751

Berlin

572 272

556 998

2,7

16 920

Brandenburg

246 539

256 202

- 3,8

9 475

Bremen

93 218

92 801

0,4

14 119

Hamburg

318 528

284 272

12,1

18 569

Hessen

409 326

419 766

- 2,5

6 746

Mecklenburg-Vorpommern

184 132

182 508

0,9

10 370

Niedersachsen

566 896

564 469

0,4

7 152

Nordrhein-Westfalen

1.376 286

1 327 855

3,6

7 642

Rheinland-Pfalz

262 292

270 202

- 2,9

6 501

Saarland

60 651

64 291

- 5,7

5 675

Sachsen

351 918

348 544

1,0

7 952

Sachsen-Anhalt

236 029

247 044

- 4,5

9 025

Schleswig-Holstein

245 709

246 171

- 0,2

8 808

Thüringen

160 711

155 943

3,1

6 610

Bundesgebiet insgesamt

6 .363. 865

6 .264 .723

1,6

7 736

alte Länder einschließlich

Gesamt-Berlin

5. 184. 536

5. 074. 482

2,2

7 579

neue Länder

1. 179.329

1. 190. 241

- 0,9

8 515

  • Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik Bundesrepublik Deutschland 2001.

(*) Organisiert und durchgeführt wird der „Security"-Kongress von der SIMEDIA GmbH, Bonn, in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW).

Lesen Sie auch:

Kontakte

  • Zentraler Fax-Kontakt: (00) 49 (0) 201.7244-249
  • Pressereferent: Hartmut König: (00) 49 (0)201.7244-245 e-mail: koenig@messe-essen.de
 

Derniers articles

Verdun 2016 : La légende de la « tranchée des baïonnettes »
Eyes in the Dark: Navy Dive Helmet Display Emerges as Game-Changer
OIR Official: Captured Info Describes ISIL Operations in Manbij
Cyber, Space, Middle East Join Nuclear Triad Topics at Deterrence Meeting
Carter Opens Second DoD Innovation Hub in Boston
Triomphe de St-Cyr : le Vietnam sur les rangs
Dwight D. Eisenhower Conducts First OIR Missions from Arabian Gulf
L’amiral Prazuck prend la manœuvre de la Marine
Airmen Practice Rescuing Downed Pilots in Pacific Thunder 16-2
On ne lutte pas contre les moustiques avec une Kalachnikov...
Enemy Mine: Underwater Drones Hunt Buried Targets, Save Lives
Daesh Publications Are Translated Into Eleven Languages
Opération Chammal : 10 000 heures de vol en opération pour les Mirage 2000 basés en Jordanie
Le Drian : Daech : une réponse à plusieurs niveaux
Carter: Defense Ministers Agree on Next Steps in Counter-ISIL Fight
Carter Convenes Counter-ISIL Coalition Meeting at Andrews
Carter Welcomes France’s Increased Counter-ISIL Support
100-Plus Aircraft Fly in for Exercise Red Flag 16-3
Growlers Soar With B-1s Around Ellsworth AFB
A-10s Deploy to Slovakia for Cross-Border Training
We Don’t Fight Against Mosquitoes With a Kalashnikov
Bug-Hunting Computers to Compete in DARPA Cyber Grand Challenge
Chiefs of US and Chinese Navies Agree on Need for Cooperation
DoD Cyber Strategy Defines How Officials Discern Cyber Incidents from Armed Attacks
Vice Adm. Tighe Takes Charge of Information Warfare, Naval Intelligence
Truman Strike Group Completes Eight-Month Deployment
KC-46 Completes Milestone by Refueling Fighter Jet, Cargo Plane
Air Dominance and the Critical Role of Fifth Generation Fighters
Une nation est une âme
The Challenges of Ungoverned Spaces
Carter Salutes Iraqi Forces, Announces 560 U.S. Troops to Deploy to Iraq
Obama: U.S. Commitment to European Security is Unwavering in Pivotal Time for NATO
International Court to Decide Sovereignty Issue in South China Sea
La SPA 75 est centenaire !
U.S. to Deploy THAAD Missile Battery to South Korea
Maintien en condition des matériels : reprendre l’initiative
La veste « léopard », premier uniforme militaire de camouflage
Océan Indien 2016 : Opérations & Coopération
Truman Transits Strait of Gibraltar
Navy Unveils National Museum of the American Sailor
New Navy, Old Tar
Marcel Dassault parrain de la nouvelle promotion d’officiers de l’École de l’Air
RIMPAC 2016 : Ravitaillement à la mer pour le Prairial avant l’arrivée à Hawaii
Bataille de la Somme, l’oubliée
U.S., Iceland Sign Security Cooperation Agreement
Cléopatra : la frégate Jean Bart entre dans l’histoire du BPC Gamal Abdel Nasser
Surveiller l’espace maritime français aussi par satellite
America's Navy-Marine Corps Team Fuse for RIMPAC 2016
Stratégie France : Plaidoyer pour une véritable coopération franco-allemande
La lumière du Droit rayonne au bout du chemin





Directeur de la publication : Joël-François Dumont
Comité de rédaction : Jacques de Lestapis, Hugues Dumont, François de Vries (Bruxelles), Hans-Ulrich Helfer (Suisse), Michael Hellerforth (Allemagne).
Comité militaire : VAE Guy Labouérie (†), GAA François Mermet (2S), CF Patrice Théry (Asie).

Contact