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Verstärkte Zusammenarbeit zwischen OLAF und Europol zur Bekämpfung der Finanzkriminalität

Verstärkte Zusammenarbeit zwischen OLAF und Europol zur Bekämpfung der Finanzkriminalität

OLAF, das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung, und Europol, Europäisches Polizeiamt, unterzeichnen morgen eine Verwaltungsvereinbarung über die Modalitäten für ihre praktische Zusammenarbeit.

Jürgen Storbeck, Direktor von Europol, und Franz-Hermann Brüner, Generaldirektor des OLAF, werden morgen in Brüssel eine Verwaltungsvereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen Europol und OLAF zur Bekämpfung von Betrug, Korruption und anderen Straftaten oder unrechtmäßigen Tätigkeiten im Rahmen der internationalen organisierten Kriminalität, die die finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaft beeinträchtigen, unterzeichnen.

Zur besseren Bekämpfung von Betrug, Korruption und sonstigen unrechtmäßigen Tätigkeiten zum Nachteil der finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaft übt das mit Beschluss 1999/352/EG, EGKS, Euratom eingerichtete Europäische Amt für Betrugsbekämpfung die Untersuchungsbefugnisse aus, die der Kommission durch die in diesen Bereichen geltenden Gemeinschaftsnormen, Verordnungen und Vereinbarungen übertragen sind.

Die Kommission unterstützt die Mitgliedstaaten über das Amt bei der Durchführung einer engen und regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen ihren zuständigen Behörden. Ziel dabei ist, ihre Tätigkeiten zum Schutz der finanziellen Interessen der Gemeinschaft gegen Betrug zu koordinieren. Das Amt trägt zur Ausformung und Entwicklung von Methoden zur Bekämpfung von Betrug und anderen unrechtmäßigen Tätigkeiten bei, die die finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaft beeinträchtigen.

Nach dem Vertrag über die Europäische Union (Art. 29 und 30) ist Europol ein wichtiges Instrument der Union, um durch Verhütung und Bekämpfung der organisierten Kriminalität den Bürgern in einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Europol soll eine wirksame Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten bei der Verhütung und Bekämpfung der schweren internationalen organisierten Kriminalität fördern. Europol hat die Aufgabe, einen wesentlichen Beitrag zur Tätigkeit der Europäischen Union bei der Strafverfolgung im Bereich der organisierten Kriminalität zu leisten, wobei sich das Amt besonders auf kriminelle Organisationen konzentriert.

Der Sitz von Europol befindet sich in Den Haag, Niederlande. Europol nahm seine Tätigkeit am 3. Januar 1994 als Europol Drogenstelle (Europol Drugs Unit, EDU) auf und war nur für die Drogenbekämpfung zuständig. Das Europol-Übereinkommen wurde von allen Mitgliedstaaten ratifiziert und ist am 1. Oktober 1998 in Kraft getreten. Nach zahlreichen Rechtakten in Verbindung mit dem Übereinkommen hat Europol am 1. Juli 1999 seine volle Funktionsfähigkeit erlangt.

Am 1. Januar 2002 wurde das Mandat von Europol auf alle schweren Formen der internationalen Kriminalität, die im Anhang zum Europol-Übereinkommen aufgeführt sind, darunter auch auf Betrug und Korruption, erweitert. Dabei wurde vereinbart, dass in Bezug auf Betrug als schwere Form der Kriminalität nach Maßgabe des Anhangs zum Europol-Übereinkommen die Befugnisse des OLAF im Bereich der Steuerhinterziehung und des Zollbetrugs berücksichtigt werden müssen und eine Vereinbarung zwischen Europol und der Kommission getroffen werden soll.

Am 18.2.2003 haben die Kommission und Europol ein Kooperationsübereinkommen geschlossen (siehe IP/03/241 vom 18.2.2003), in dem direkte Vereinbarungen zwischen Europol und OLAF in Bereichen vorgesehen sind, in denen OLAF über Unabhängigkeit verfügt.

In der Verwaltungsvereinbarung sind gestützt auf die aufgeführten Bestimmungen die praktischen Modalitäten für die Zusammenarbeit zwischen Europol und OLAF festgelegt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Austausch technischer und strategischer Informationen ausgenommen personenbezogener Daten sowie der Gefahrenabschätzung und Risikoanalyse in Bereichen von gemeinsamem Interesse.

Kontakt:

  • Dr. Evangelos Stergioulis, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, EUROPOL: Tel.: +31 (0)70 3025 176 - Fax: +31 (0)70 3180 874 - E-Mail: StergioulisE@europol.eu.int

  • Dr. Alessandro Butticé, Referatsleiter Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Sprecherdienst, OLAF: Tel.: +32 (0)2 296 5425 - Fax: +32 (0)2 299 8101- E-Mail: Alessandro.buttice@cec.eu.int

 


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